Die EHI-Studie „Marketing Insights Report 2026“ legt den Fokus auf Kommunikationsinstrumente sowie deren aktuelle und zukünftige Relevanz für das Handelsmarketing. Sie identifiziert direkte Kontaktpunkte und eigene Kanäle als zentrale Bestandteile des Marketingportfolios im Handel. Aktuelle Relevanz und erwartete Zukunftsbedeutung unterscheiden sich bei mehreren Marketingkanälen. Zugleich zeigt die Erhebung, dass Künstliche Intelligenz bislang vor allem für die Content-Produktion eingesetzt wird.
Direkte Kontaktpunkte prägen das Kanalportpolio
Die eigene App, E-Mail-Marketing, Owned Web, Instagram und Instore-Werbung verbinden eine hohe aktuelle Relevanz mit einer hohen erwarteten Bedeutung für die Zukunft. SEA ist gegenwärtig ebenfalls relevant, wird perspektivisch jedoch zurückhaltender eingeschätzt. Bei Generative Engine Optimization (GEO), Tiktok, Youtube und digitalen Prospekten steht einer aktuell geringeren Bedeutung eine höhere Zukunftserwartung gegenüber. Der Print-Handzettel zählt derzeit zu den Leistungsträgern, verliert aus Sicht der Befragten perspektivisch jedoch an Bedeutung. Daraus folgt eine dynamische Kanalsteuerung: Etablierte Kanäle sollen gesichert, neue Ansätze zunächst in begrenzten Testfeldern mit klaren Lernzielen und überprüfbaren Ergebnissen erprobt werden. Für die direkte Kundenbeziehung empfiehlt die Studie, App, Website, E-Mail, Customer-Relationship-Management und stationäre Kontaktpunkte integriert zu steuern. Klare Verantwortlichkeiten und konsistente Kundenerlebnisse sollen dabei die Verbindung von Kommunikation, Service und Kundenbindung unterstützen.
KI-Einsatz im Handelsmarketing vor allem in der Content-Produktion etabliert
Bei der Künstlichen Intelligenz liegt der Schwerpunkt bislang auf der generativen Content-Produktion. 43,8 Prozent der Befragten bewerten den Einsatz in diesem Bereich als hoch oder sehr hoch. Weniger etabliert ist der Einsatz in Kundeninteraktion und Kundenservice, bei Personalisierung und Angebotssteuerung sowie in Marketingplanung und Predictive Analytics. Als größte Chancen von KI im Handelsmarketing nennen die Befragten Effizienz, Automatisierung und Kostenvorteile; 62,5 Prozent der Nennungen beziehen sich darauf. 37,5 Prozent sehen Vorteile bei datenbasierten Analysen, Testing und der Unterstützung von Entscheidungen. Gleichzeitig thematisieren 45,2 Prozent der Antworten die Gefahr austauschbarer Kommunikation oder einer schwindenden Markeneigenständigkeit. Für eine breitere KI-Nutzung gewinnen daher auch klare Qualitätsstandards, Markenverantwortung und Freigabeprozesse an Bedeutung.
Weitere Informationen finden Sie in der Studie „Marketing Insights Report 2026“.
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