Sport- und Freizeitartikelhandel

Im Jahr 2019 setzte der deutsche Sportfachhandel insgesamt rund 8 Milliarden Euro um. 

Die Corona-Krise traf den deutschen Sport- und Freizeitartikelhandel je nach Branche unterschiedlich. Die Unternehmen im Einzelhandel mit Sport- und Campingartikeln in Deutschland setzten so im Jahr 2020 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real 4,85 Prozent bzw. nominal 3,15 Prozent weniger um als im Vorjahr. Im Dezember lag der Umsatz real 17,6 Prozent und nominal 15,5 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Der Einzelhandel mit Fahrrädern hingegen setzte real 30,8 Prozent mehr um. In jeweiligen Preisen stieg der Umsatz um 34,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019.

Die Fahrradbranche erlebte während der Corona-Pandemie einen regelrechten Boom und gab der ohnehin dynamischen Entwicklung der letzten Jahre einen weiteren Schub. Verbraucher:innen versuchen seit dem Ausbruch der Pandemie aus Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus öffentliche Verkehrsmittel zu meiden und steigen daher auf alternative Verkehrsmittel um. Hinzu kommt der Drang nach Bewegung an der frischen Luft mit ausreichend Abstand und geänderte Urlaubspläne zugunsten vermehrter Radreisen im eigenen Land.

 Die Umsätze erhöhten sich um rund 61 Prozent zum Vorjahr auf 6,44 Milliarden Euro. Der Absatz an Fahrrädern und E-Bikes lag im Jahr 2020 mit 5,04 Millionen Einheiten 16,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Die E-Bike-Verkäufe machten mit 1,95 Millionen Stück rund 39 Prozent des Gesamtabsatzes an Fahrrädern aus. Im Jahr zuvor lag der Anteil der E-Bikes am Gesamtmarkt noch bei 31,5 Prozent. Der ZIV rechnet damit, dass E-Bikes kurzfristig einen Anteil von 40 Prozent und mittel- bis langfristig sogar von rund 50 Prozent am Gesamtmarkt erreichen werden. Der gesamte Fahrradbestand (inkl. E-Bikes) in Deutschland ist nach Einschätzung des Zweirad-Industrie-Verband e.V (ZIV) auf 79,1 Millionen Stück angewachsen. Darin enthalten sind ca. 7,1 Millionen E-Bikes.

Der Zweirad-Industrie-Verband schätzt, dass zwischen Januar und Juni 2021 insgesamt ca. 2,75 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft wurden. Das ist ein Rückgang von rund 14,1 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2020, der ausschließlich aus dem Rückgang der verkauften Fahrräder ohne Tretunterstützung resultiert. Nach Einschätzung des ZIV wurden im vergangenen Jahr 2020 Produktion und Lagerbestände vollständig verkauft und im ersten Halbjahr 2021 die vorhandenen Kapazitäten vor allem für die Produktion von E-Bikes (Pedelecs) genutzt. Eine Normalisierung der Situation auf den Weltmärkten und somit auch auf dem heimischen Markt ist so schnell nicht zu erwarten. Vielmehr rechnet der ZIV mit weiteren negativen Auswirkungen auf die Branche in der zweiten Jahreshälfte und einer mittelfristig angespannten Lage hinsichtlich Rohstoffen, Komponenten und Teilen. Eine Entspannung wird voraussichtlich erst gegen Ende des nächsten Jahres zu erwarten sein.

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