Buchhandel

In Deutschland gibt es laut der Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamts im Einzelhandel mit Büchern 3.311 Betriebe (Stand 2019; Anzahl Steuerpflichtiger ab 17.500 Euro Jahresumsatz, ohne MwSt.) Sie erwirtschafteten einen Nettoumsatz von 3,86 Milliarden Euro.

Die buchhändlerischen Betriebe in Deutschland, zu denen neben dem Sortiments-und Bahnhofsbuchhandel auch Kauf- und Warenhäuser, Verlage, Buchgemeinschaften und sonstige Verkaufsstellen sowie Versand- und Online-Händler gehören, erwirtschafteten laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels im Jahr 2020 einen Bruttoumsatz von 9,3 Milliarden Euro. Die Branche erlebte ein Ausnahmejahr. Die seit März 2020 anhaltende Corona-Pandemie und die beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung wie Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln, Schließung stationärer, nicht-systemrelevanter Läden beeinflussten das Kundenverhalten und die Geschäftsentwicklung. Stationäre Buchhandlungen mussten im Jahr 2020 in den meisten Bundesländern je nach Region rund vier Wochen im Frühjahr sowie zwei Wochen im Dezember ihre Pforten schließen und erlitten Umsatzeinbußen von ca. 9,0 Prozent. Kräftig wachsen konnte hingegen der Online-Handel. Durch bereits vorhandene Online-Shops konnten stationäre Buchhändler den stationären Umsatzrückgang zu einem großen Teil kompensieren.

Im Frühjahr 2021 dauerte der Shutdown fast doppelt so lange. Lediglich in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt waren die Buchhandlungen in dieser Zeit geöffnet, zudem war je nach Region nicht durchgehend Click & Collect erlaubt. Daher ist nach dem ersten Halbjahr 2021 der Rückstand vor allem im Sortimentsbuchhandel groß: Das Geschäft vor Ort liegt um 22,9 Prozent unter dem Umsatz der ersten sechs Monate des Vor-Corona-Jahres 2019.

Zu den bundesweit führenden Anbietern gehören die Buchhandelsunternehmen Thalia, Hugendubel und Weltbild. Daneben gibt es Universitäts- und Fachbuchhandlungen wie z. B. Schweitzer Fachinformationen, BFD und Lehmans sowie größere Filialisten auf regionaler Ebene wie Heymann und Pustet.
Marktführer im deutschen Buchhandel ist der US-Online-Händler Amazon. Nach Schätzungen der Fachzeitschrift Buchreport dürfte der Online-Pure-Player im letzten Jahr zweitstellig gewachsen sein.
Digitale Buchformate waren angesichts der Ladenschließungen und weiterer Einschränkungen im öffentlichen Leben 2020 im Aufwind. Der Absatz von E-Books stieg im Jahr 2020 von 32,4 Millionen im Jahr 2019 auf 35,8 Millionen Exemplare. Der von den Käufer:innen dafür im Schnitt bezahlte Preis stieg um 31 Cent auf 6,63 Euro. Insgesamt kauften 3,8 Millionen Personen E-Books. 

Der stationäre Buchhandel in Deutschland zählte im Jahr 2020 in Deutschland laut vorläufigen Ergebnissen insgesamt 26.300 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt und sank somit um circa 1.400 Personen zum Vorjahr (2019: 27.700)

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