E-Commerce und Versandhandel

E-Commerce und Versandhandel in Deutschland

Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl der relevanten Statistiken und Marktdaten zu E-Commerce und Versandhandel im deutschsprachigen B2C-Handel. 

Entwicklung im Jahr 2025

Der deutsche E-Commerce ist im Jahr 2025 wieder in allen vier Quartalen gewachsen und konnte auch in der Gesamtwachstumsrate gegenüber dem Vorjahr zulegen. Der Bruttoumsatz im Online-Handel mit Waren stieg um 3,2 Prozent auf 83,1 Milliarden Euro, nach zuletzt 1,1 Prozent im Vorjahr. Im Durchschnitt gaben deutsche Verbraucher:innen pro Bestellung 146,19 Euro aus  – auch das ist mehr als im Vorjahr (2024: 144,12 Euro). Die Kundenzufriedenheit blieb weiterhin sehr hoch (96,2 Prozent).

Mehrheit der Warengruppen wieder im Plus

19 von 20 Warengruppen waren 2025 im Plus. Besonders positive Zuwächse verzeichneten Güter des täglichen Bedarfs wie Medikamente (plus 6,0 Prozent), Lebensmittel (plus 5,5 Prozent) und Tierbedarf (plus 5,0 Prozent). Auch der Online-Handel mit Bekleidung, die größte aller 20 Warengruppe konnte um 3,5 Prozent zulegen und konnte somit einen Umsatz von 15,13 Milliarden Euro erzielen.

Marktplätze dominieren den Handel

Mehr als die Hälfte der Umsätze im E-Commerce (56 Prozent) wurde über Online-Marktplätze erzielt. Diese Plattformen verzeichneten ein Umsatzwachstum von 4,9 Prozent. Die Online-Pure-Player konnten binnen Jahresfrist um 2,1 Prozent wachsen, während die Multichannel-Händler rückläufige Ergebnisse zeigten (-1,1 Prozent). 

In einer gemeinsamen Prognose erwarten der Bundesverband bevh und das EHI Retail Institute für das Jahr 2026 eine Fortführung der Markterholung und ein nominales Umsatzwachstum im E-Commerce mit Waren von 3,8 Prozent.

Entwicklung im 2. Quartal 2026

Der deutsche Online-Handel hat im 2. Quartal 2026 seine moderate Erholung fortgesetzt: Die Bruttoumsätze im E-Commerce mit Waren stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent auf rund 21,2 Milliarden Euro und übertrafen damit die positive Entwicklung aus dem 1. Quartal. Stärkste Wachstumstreiber waren Waren des täglichen Bedarfs (+10,1 Prozent). Der für den Gesamtmarkt besonders bedeutsame Modehandel steigerte sein Online-Umsatzwachstum auf 4,4 Prozent, nach 3,6 Prozent im Vorquartal. Schwächer entwickelten sich hingegen die Cluster Unterhaltung und Einrichtung (je +2,7 Prozent). Medikamente verzeichneten mit 13,9 Prozent das kräftigste Umsatzplus seit Einführung des E-Rezepts. Auch saisonale Warengruppen wie DIY und Blumen (+10,9 Prozent) und Auto- und Motorrad-Zubehör (+7,6 Prozent) legten überdurchschnittlich zu. 

Nach Versendergruppen betrachtet dominierten erneut Online-Marktplätze das Wachstum (+6,4 Prozent), gefolgt von Hersteller-Versendern (+6,3 Prozent), während Internet-Pure-Player mit +3,8 Prozent und Multichannel-Händler mit +2,5 Prozent hinter der Marktentwicklung zurückblieben.

Der Anteil asiatischer Plattformen wie Temu, Shein und Aliexpress am gesamten E-Commerce-Umsatz wuchs auf 5,3 Prozent – im Online-Modehandel entfallen bereits mehr als 16 Prozent aller Bestellungen auf diese Anbieter.

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