Personal

EHI-Studie untersucht Personalsituation im deutschen Einzelhandel

Qualifiziertes und engagiertes Personal ist unabdingbar für den wirtschaftlichen Erfolg jedes Unternehmens. Dieses Personal zu finden, wird allerdings zunehmend schwieriger. In vielen Branchen mangelt es vor allem an Fachkräften. Die schwierige Suche nach geeignetem Personal betrifft im Handel sowohl die Zentralen als auch die Filialen und Logistik – allerdings in unterschiedlicher Intensität. Das zeigt die aktuelle EHI-Studie „Talents4Retail“ zeigt. Die Filialen haben den größten Personalmangel. Die am schwersten zu besetzenden Positionen sind für alle Bereiche gleichermaßen die der Fachkräfte.

Filialen am stärksten betroffen

Im Vergleich zur Logistik und Zentrale sind Filialen vom Personalmangel am stärksten betroffen. Hier fehlen vor allem Fachkräfte. 80 Prozent der HR-Verantwortlichen geben an, Schwierigkeiten zu haben, geeignetes Fachpersonal für die Filialen zu finden. In der Logistik und Zentrale sind es 61 bzw. 53 Prozent. Auch die Besetzung von Ausbildungsplätzen in den Filialen erweist sich für 69 Prozent der Befragten als ein größeres Problem zu sein. In der Logistik und Zentrale sieht es mit 30 bzw. 15 Prozent etwas entspannter aus.

Vielfältige Gründe für freie Stellen

Wenn Stellen längere Zeit unbesetzt bleiben, liegt dies vor allem an einem zu geringen Eingang von Bewerbungen. Das sagen 80 Prozent der Befragten. Die nicht ausreichende Qualifikation von Bewerber:innen ist für 73 Prozent ebenfalls ein wichtiger Faktor, der die Stellenbesetzung erschwert. Als weitere Gründe werden u.a. die Vergütung (65 Prozent), die Arbeitszeiten (50 Prozent) und das Image des Einzelhandels (42 Prozent) genannt. Auch die mangelnde Attraktivität des Standorts ist für 42 Prozent ein Grund, weshalb Positionen nicht zügig besetzt werden können.

Datenbasis:

Die EHI-Erhebung „Talents4Retail 2021 – Personalsituation im deutschen Einzelhandel“ erfolgte zwischen Mitte September und Mitte Oktober 2021 als Online-Befragung mit standardisierten Fragebögen, die hauptsächlich aus geschlossenen sowie einigen offenen Fragen bestanden. Subjektive Einschätzung wurden mit mehrstufigen Skalen erfasst. Befragt wurden HR-Verantwortliche des deutschen Einzelhandels. Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen (77 Prozent) repräsentieren den stationären Einzelhandel, hiervon weisen 25 Prozent einen Jahresumsatz (in Deutschland 2020) von über 5 Mrd. Euro aus und zählen somit zu den größten stationären Einzelhändlern Deutschlands. 15 Prozent der Teilnehmenden sind dem Omnichannel-Handel zuzuordnen, 8 Prozent entstammen dem reinen Online-Handel. Der Umsatz der befragten Unternehmen entspricht insgesamt 25 Prozent (Schätzungswert) des gesamten deutschen Einzelhandelsumsatzes aus dem Jahr 2020 (505,9 Mrd. Euro).

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