Wahrgenommene Risiken beim Einkaufen mit KI-Agenten (2026)

Wahrgenommene Risiken beim Einkaufen mit KI-Agenten (2026)

Erklärtext

Konsument:innen fürchten bei Einkäufen durch KI-Agenten vor allem, dass bestimmte Händler bevorzugt werden und ihre Daten unerwünscht genutzt werden.

Am häufigsten sehen die Befragten die systematische Bevorzugung bestimmter Händler als erhöhtes Risiko (70 Prozent). Dahinter folgen die unerwünschte Nutzung von Daten aus Suchkriterien und Präferenzen (66 Prozent) sowie aus der Bezahlabwicklung (63 Prozent). 

Auch Fehler und Kontrollverlust werden häufig genannt. 60 Prozent sehen ein erhöhtes Risiko, dass der Agent unzuverlässige oder falsche Informationen liefert. Jeweils 59 Prozent befürchten, dass er ungeeignete Produkte auswählt oder eine falsche Entscheidung trifft bzw. dass sie die Kontrolle über den Kaufprozess verlieren. 53 Prozent sehen ein erhöhtes Risiko darin, dass ein Wechsel zu menschlicher Beratung bei Bedarf nicht unkompliziert möglich ist. Dabei sind KI-Agenten für viele bereits Teil des Einkaufs: 46 Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten häufig oder sehr häufig KI bei Kaufentscheidungen eingesetzt, und 73 Prozent können sich vorstellen, einen KI-Agenten für Produkt-, Preis- und Angebotsvergleiche zu nutzen.

Vertrauen hängt aus Sicht der Befragten an Transparenz und Kontrolle. 79 Prozent wollen jederzeit selbst eingreifen und Entscheidungen übernehmen können. 74 Prozent möchten selbst festlegen, welche persönlichen Daten der KI-Agent nutzt. 67 Prozent verlangen Transparenz darüber, ob Anbieterinteressen Empfehlungen beeinflussen. 

Weitere Informationen enthält der KPMG Consumer Snapshot – Fokusthema „Agentic Commerce im Realitätscheck – Die Rolle von KI-Agenten im Einkaufsprozess“, den das EHI Retail Institute im Auftrag von KPMG durchgeführt und ausgewertet hat.