Black Friday und Cyber Monday: Beide Aktionstage haben ihre Wurzeln in den USA. Der Black Friday ist für den US-amerikanischen Einzelhandel seit Jahrzehnten eine feste Instanz, um Kunden am Freitag nach dem Erntedankfest (Thanksgiving) mit Sonderaktionen und Preisnachlässen in die Geschäfte zu locken und gehört zu den umsatzstärksten Tagen des Jahres. Den Cyber Monday gibt es erst seit einigen Jahren. Er ist die Antwort der Online-Händler auf den Black Friday. Im Jahr 2025 fällt der Black Friday auf den 28. November, der Cyber Monday auf den 1. Dezember.
Shopping-Events gewinnen an Bedeutung
Die Schnäppchen-Tage Black Friday und Cyber Monday sind mittlerweile auch in Deutschland angekommen und läuten das für den Handel wichtige Weihnachtsgeschäft ein. Eine im Oktober 2025 durchgeführte Verbraucherumfrage des IFH Köln im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE) ergab, dass 95 Prozent der befragten Online-Shopper:innnen ab 20 Jahren den Black Friday kennen und 83 Prozent den Cyber Monday. Insgesamt planen 2025 rund 48 Prozent der Online-Shopper:innen Aktionen zum Black Friday zu nutzen, zum Cyber Monday lag dieser Wert bei über einem Drittel der Befragten (36 Prozent).
Zu den Aktionstagen Black Friday und Cyber Monday 2025 werden nach einer Prognose des HDE rund 5,8 Milliarden Euro umgesetzt. Dies entspricht einem leichten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt ist die Bedeutung von Black Friday und Cyber Monday für das Weihnachtsgeschäft mittlerweile auch hierzulande erheblich. Im Jahr 2025 wollen 54 bzw. 42 Prozent der Shopper:innen während der Aktionstage auch Weihnachtseinkäufe tätigen und 57 bzw. 48 Prozent der Aktionsausgaben dafür einplanen. Insgesamt werden die Online-Shopper:innen an diesen beiden Tagen rund 1,6 Milliarden Euro für ihre Weihnachtseinkäufe ausgeben. Damit blieben die Gesamtausgaben im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.
Weitere Verbraucherumfragen wurden von Idealo/Kantar, Bitkom, PwC und YouGov durchgeführt. Die Ergebnisse sind nachfolgend zusammengefasst und im Statistik-Block aufgelistet.
Idealo-/Kantar-Umfrage:
Zahlreiche Geschäfte und Online-Händler werden das Shopping-Event mit speziellen Rabattaktionen und Sonderangeboten feiern. Im Vorfeld des diesjährigen Events hat Idealo in Zusammenarbeit mit Kantar eine repräsentative Online-Umfrage unter der Online-Shopping-Bevölkerung in Deutschland durchgeführt. Die Teilnahme der Verbraucher:innen an den Schnäppchenevents ist fester Bestandteil des Einkaufsverhaltens. Laut der aktuellen Umfrage planen knapp zwei Drittel der Befragten (65 Prozent), am diesjährigen Black Friday etwas zu kaufen. 2024 wollten 67 Prozent der rund 2.000 befragten Konsument:innen anlässlich des Shopping-Events auf Schnäppchenjagd gehen. Auch der Cyber Monday und der Singles’ Day gewinnen zunehmend an Beliebtheit: 30 Prozent möchten dieses Jahr am Cyber Monday teilnehmen, während jede:r Siebte (17 Prozent) am Singles’ Day (11. November) interessiert ist.
Die Mehrheit der Verbraucher:innen (65 Prozent) gibt an, am diesjährigen Black Friday in etwa so viel ausgeben zu wollen wie in den vergangenen Jahren. Sieben Prozent planen ein höheres Budget ein und knapp ein Drittel ein niedrigeres Budget. Lag das durchschnittliche Budget für den Black Friday 2024 noch bei 317 Euro, so planen Verbraucher:innen in diesem Jahr durchschnittliche Ausgaben in Höhe von 296 Euro. Auf der Wunschliste stehen vor allem Elektronikartikel (bei 84 Prozent der Befragten). Auf Platz zwei landen Bekleidung und Accessoires (78 Prozent), gefolgt von Hobby- und Freizeitbedarf (76 Prozent). Artikel aus dem Drogerie- und Kosmetikbereich sind am wenigsten relevant – für diese interessieren sich nur 60 Prozent der Befragten.
Das Interesse am Black Friday nimmt zwar zu, doch auch Kritik wächst: 18 Prozent der befragten Verbraucher:innen meiden das Shopping-Event, hauptsächlich, weil sie nichts benötigen (75 Prozent). Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt ebenfalls an Bedeutung: 45 Prozent sind der Meinung, dass der Black Friday angesichts von Krisen und Unsicherheiten nicht mehr zeitgemäß ist.
Bitkom-Umfrage:
Rund die Hälfte der Menschen in Deutschland (52 Prozent) plant, die Rabattangebote am Black Friday und während der Cyber Week zu nutzen. Der überwiegende Teil davon (69 Prozent) sucht ausschließlich online nach Schnäppchen. Die durchschnittlich geplanten Ausgaben liegen bei 312 Euro, was einen Anstieg von etwa 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet, wobei Männer mit 363 Euro mehr einplanen als Frauen mit 251 Euro.
Beim Einkaufsverhalten zeigt sich eine Mischung verschiedener Typen: Jeweils 45 Prozent bezeichnen sich als „Wunscherfüller“ (die sich länger gewünschte Dinge gönnen) oder „Kopf-Käufer“ (die gezielt Alltagsprodukte oder größere Anschaffungen bei Angeboten kaufen). Deutlich weniger sehen sich als „Impulskäufer“ (28 Prozent) oder klassische „Schnäppchenjäger“ (22 Prozent). Ein Drittel nutzt die Rabatte speziell für Geschenke.
PwC-Umfrage:
Das durchschnittliche Budget für Black Friday und Cyber Monday bleibt 2025 mit 265 Euro nahezu konstant gegenüber dem Vorjahr (264 Euro), allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während Männer ihr Budget von 298 Euro (2024) auf 308 Euro (2025) erhöhen, geben Frauen weniger aus und reduzieren ihr Budget von 229 Euro auf 221 Euro. Die geplanten Gesamtausgaben verteilen sich wie folgt: 29 Prozent planen Ausgaben zwischen 101 und 250 Euro, 22 Prozent zwischen 251 und 500 Euro, und 9 Prozent zwischen 501 und 1.000 Euro. Die Hauptgründe für geringere Ausgaben sind vorsichtigeres Ausgabeverhalten (46 Prozent der Befragten), mangelnde finanzielle Mittel (40 Prozent haben weniger Geld zur Verfügung) sowie die Einschätzung, dass die Angebote nicht mehr so attraktiv seien wie früher (29 Prozent).
Die Top-5-Warengruppen für Black Friday und Cyber Monday 2025 werden angeführt von Elektronik und Technik (43 Prozent), gefolgt von Kleidung, Schuhen und Accessoires für Erwachsene (33 Prozent), Weihnachtsgeschenken und Leckereien (26 Prozent), Gesundheits- und Schönheitsprodukten sowie Haushaltswaren. Bei den Nachhaltigkeitsaspekten dominieren drei Hauptüberlegungen: 38 Prozent der Verbraucher:innen kaufen ausschließlich Produkte, die sie tatsächlich benötigen, 34 Prozent versuchen, Rückgaben zu vermeiden, und 31 Prozent bemühen sich, Impulskäufe zu vermeiden. Besonders die Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren achtet verstärkt auf bewusstes Einkaufen. Bezüglich der Weihnachtseinkäufe planen 30 Prozent der Konsument:innen, bis zur Hälfte ihrer Black-Friday-Ausgaben für Weihnachtsgeschenke zu verwenden, wobei die Mehrheit dabei ihr eingeplantes Budget einhält.
YouGov-Umfrage:
Der Black Friday hat sich in Deutschland zwar fest etabliert und ist nahezu allen Befragten bekannt (98 Prozent), doch die tatsächliche Kaufbereitschaft bleibt gering. Nur 13 Prozent planen sicher, am 28. November 2025 Schnäppchen zu kaufen, während weitere 34 Prozent dies für wahrscheinlich halten. Obwohl bereits 55 Prozent der Verbraucher:innen in der Vergangenheit Black-Friday-Angebote genutzt haben, zeigt sich die Teilnahme relativ gleichmäßig über verschiedene Einkommensgruppen verteilt: Von den gut abgesicherten Haushalten haben 61 Prozent schon einmal zugeschlagen, bei finanziell angespannten Haushalten sind es immerhin 51 Prozent. Die beliebtesten Produktkategorien sind Mode (51 Prozent), PC und Smartphones (46 Prozent) sowie Unterhaltungselektronik (41 Prozent).
Die Zurückhaltung der Verbraucher:innen hat mehrere Gründe: Neben fehlendem Bedarf herrscht vor allem Misstrauen gegenüber den Rabattversprechen. Beachtliche 64 Prozent aller Befragten erkennen in den Angeboten oft Scheinrabatte und haben das Gefühl, dass echte Preisvorteile selten sind. Während 45 Prozent berichten, bereits gute Schnäppchen gemacht zu haben, widersprechen 43 Prozent dieser Einschätzung. Zudem sehen 68 Prozent der Verbraucher:innen den Black Friday kritisch als Treiber von Überkonsum und Umweltbelastung. Die YouGov-Studie in Kooperation mit dem Sinus-Institut zeigt damit ein deutliches Spannungsfeld zwischen Kaufappellen, wachsender Skepsis und zunehmender Konsummüdigkeit in der deutschen Bevölkerung.
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