Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Nach zwei Jahren der Rezession ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr erstmals wieder leicht gewachsen: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2025 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während sich sich die privaten und staatlichen Konsumausgaben positiv entwickelten, waren Exporte und Investitionen rückläufig. In jeweiligen Preisen lag das BIP mit 4,47 Billionen Euro um 3,3 Prozent höher als im Vorjahr. Das BIP je Einwohner:in lag 2025 bei 53.519 Euro. Das verfügbare Einkommen der deutschen Volkswirtschaft belief sich im Jahr 2025 auf 3,65 Billionen Euro.

Privater Konsum steigt 2025 merklich an

Der private Konsum stieg im Jahr 2025 preisbereinigt um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr an und legte damit auch in seiner Entwicklung zu. Im Jahr 2024 lag der Zuwachs des privaten Konsums noch bei 0,3 Prozent. Insbesondere stiegen im Jahr 2025 die  Ausgaben für Gesundheit (+3,8 Prozent) und Mobilität (+2,7 Prozent), letzteres vor allem getragen von gestiegenen Pkw-Käufen. Dagegen sanken die Ausgaben der privaten Haushalte für Gastronomie und Beherbergung. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen um preisbereinigt 1,5 Prozent. 

Die Bruttoanlageinvestitionen sanken im Jahr 2025 um 0,5 Prozent. Insbesondere die Bauinvestitionen sanken aufgrund hoher Kosten um 0,9 Prozent zurück, wobei der Wohnungsbau das fünfte Jahr in Folge schrumpfte. Die Ausrüstungsinvestitionen verzeichneten mit minus 2,3 Prozent einen noch stärkeren Rückgang. Deutlich gestiegene investive Ausgaben des Staates, vor allem für Verteidigung, konnten das Minus bei den gewerblichen Ausrüstungsinvestitionen dabei jedoch nicht ausgleichen. 

Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sanken preisbereinigt um 0,3 Prozent – dies ist bereits der dritte jährliche Rückgang in Folge. Ursächlich hierfür waren vor allem reduzierte Warenausfuhren (-0,7 Prozent). Die Importe stiegen hingegen an: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland preisbereinigt 3,6 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen importiert als im Jahr 2024. Dieser Anstieg reduziert den Außenbeitrag in der BIP-Berechnung und mindert somit das Bruttoinlandsprodukt.

Inflation stabilisiert sich

Die Inflation, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex, lag im Jahresdurchschnitt 2025 bei 2,2 Prozent und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr stabilisiert (2024: +2,2 Prozent). 2023 hatte die Jahresdurchschnittsrate bei +5,9 Prozent gelegen, 2022 bei +6,9 Prozent und 2021 bei +3,1 Prozent. Die Kerninflation – die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln – lag 2025 bei 2,8 Prozent, nach 3,0 Prozent im Vorjahr. Treiber der Inflation war im Jahr 2025 die Preisentwicklung bei den Dienstleistungen mit +3,5 Prozent wohingegen sich die Preise für Waren insgesamt nur um 1,0 Prozent verteuerten. Innerhalb dieser Gruppe wurden Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent, alkoholische Getränke und Tabakwaren um 3,3 Prozent sowie Bekleidung und Schuhe um 0,8 Prozent teurer. Die Preise für Möbel, Leuchten, Geräte u.a. Haushaltszubehör blieben im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber dem Vorjahr unverändert.

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