
Erklärtext
Das Mietvolumen in deutschen Shopping- und Fachmarkt-Centern hat sich im Zeitraum 2024–2025 spürbar stabilisiert. Nach einer deutlich negativen Entwicklung in den Vorjahren berichten zwei von drei Centern heute von stabilen oder sogar gestiegenen Mieteinnahmen. Die Studie „Centermanagement im Fokus 2026“ des EHI Retail Institute in Kooperation mit dem German Council of Shopping Places (GCSP) liefert die Hintergründe.
Mietvolumen stabil
Im Vergleich zur Befragung vor zwei Jahren hat sich die Lage merklich verbessert: Das Mietvolumen ist in 34 Prozent der befragten Center gestiegen, in 33 Prozent stabil geblieben und in 34 Prozent gesunken. 2024 war das Bild noch deutlich ungünstiger – damals berichteten 58 Prozent der Center von gesunkenen und lediglich 17 Prozent von gestiegenen Mieteinnahmen. Gestiegene Mieteinnahmen werden vor allem auf Indexerhöhungen bei laufenden Verträgen (33 Prozent) sowie auf erfolgreiche Neuvermietungen ehemals leerstehender Flächen (19 Prozent) zurückgeführt – beides Werte, die gegenüber 2024 deutlich zugelegt haben.
Rückgänge: seltener, aber weiterhin präsent
In jedem dritten Center sind die Mieteinnahmen dennoch gesunken. Klassische Shopping-Center sind davon etwas häufiger betroffen als Fachmarkt-Center. Als Hauptursachen nennen die befragten Centermanage:innen Nachvermietungen zu niedrigeren Konditionen (28 Prozent), Mietnachlässe bei bestehenden Verträgen (26 Prozent) sowie ausbleibende Nachvermietungen, also Leerstand (20 Prozent). Mietnachlässe erfüllen dabei eine operative Funktion: Sie dienen der Leerstandsvermeidung und der Sicherung eines attraktiven Mietermixes – ersetzen jedoch, wie EHI-Expertin Lena Knopf betont, keine dauerhaften konzeptionellen Anpassungen.
Basis
Für die Untersuchung wurden 89 Centermanager:innen von Shopping- und Fachmarkt-Centern in Deutschland (ab 10.000 Quadratmetern Retail-Mietfläche) per Online-Fragebogen befragt. Die Befragung fand von November 2025 bis Januar 2026 statt.




