Augenoptiker

Die Augenoptik-Branche in Deutschland war im Jahr 2020 von der Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Folgen insbesondere in den Monaten März, April und Mai 2020 beherrscht, obwohl die Betriebe auch in Zeiten des Lockdowns geöffnet bleiben durften. Insgesamt hat die Branche für das Jahr 2020 über alle Vertriebskanäle hinweg ein Umsatzminus von 7,4 Prozent zu verkraften und liegt bei einem Branchenumsatz von sechs Milliarden Euro (inklusive MwSt.) Die Brillenstückzahlen sind um 8,7 Prozent auf 11,8 Millionen Stück gesunken.

Die deutsche Augenoptik-Branche erwirtschaftete im Jahr 2020 Online und Stationär einen Gesamtbruttoumsatz von 6,02 Milliarden Euro. Durch die Corona-Pandemie wiesen vor allem die Umsatzbereiche Kontaktlinsen inklusive Pflegemittel sowie Sonnenbrillen (ohne Korrektion) Rückgange auf. Bei den Kontaktlinsen dürfte dies auf die zurückgegangenen Sportmöglichkeiten während der Pandemiezurückzuführen sein, da vornehmlich gelegentliche Träger von Kontaktlinsen diese bei sportliche Aktivitäten tragen, die im Jahr 2020 nur begrenzt möglich waren. Bei den Sonnenbrillen dürfte der vielfach ausgefallene Urlaub eine Rolle gespielt haben.

Die Zahl der augenoptischen (stationären) Fachgeschäfte nimmt, wie schon in den vergangenen Jahren, erneut ab und lag zum Ende des Jahres bei 11.370 augenoptischen Fachbetrieben. Der Branchenumsatz bezogen auf die stationäre Augenoptik geht von 2019 auf 2020 um 8 Prozent auf 5,57 Milliarden Euro zurück. Die Brillenstückzahlen sinken um 9,8 Prozent auf 10,53 Millionen verkaufte Brillen. Der Gesamtumsatz im Online- und Multichannel-Handel mit Brillen betrug rund 450 Millionen Euro brutto, der Absatz lag bei 1,31 Millionen Stück. Der Anteil des Online-/Multichannel-Umsatzes am gesamten Branchenumsatz liegt im Jahr 2020 bei 7,4 Prozent und ist somit gegenüber 2019 um 1,6 Prozentpunkte gestiegen. Die rein online verkauften Brillen liegen im Jahr 2020 bei 260.000 Stück. Dies bedeutet für das Pandemie-Jahr 2020 ein Wachstum um fünf Prozent. Bezogen auf die Gesamtzahl der 2020 verkauften Brillen liegt dieser Anteil bei 2,2 Prozent und kann daher, trotz Wachstum, weiterhin als unbedeutend bezeichnet werden.

Der Augenoptik-Branche zählte geschätzt 48.100 Beschäftigte (inklusive der Geschäftsinhaber) und 7.654 Auszubildende

An der Spitze der größten Augenoptiker-Filialisten in Deutschland steht das Hamburger Unternehmen Fielmann mit einem Nettoumsatz im Jahr 2020 von 1,12 Milliarden Euro und 605 Filialen. An zweiter Stelle folgt Apollo Optik mit einem geschätzten Umsatz von rund 880 Millionen Euro. Die zehn umsatzstärksten Unternehmen wachsen stärker als die Gesamtbranche. Der von diesen Filialen erzielte Umsatz macht 50,6 Prozent des (stationären) Branchenumsatzes von 4,74 Milliarden Euro netto aus.

Es vermischen sich zunehmend Vertriebsformen in der Augenoptik-Branche und "hybride" Betriebsformen nehmen zu. Vormals reine Online-Händler arbeiten verstärkt mit stationären Partnern zusammen oder eröffnen eigene Verkaufsstellen. Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) fasst diese Händler in der Kategorie Online-/Multichannel-Händler zusammen.Insbesondere im Bereich des Korrektionsbrillenverkaufs vermischen sich der stationäre und der Online-Verkauf zunehmend. Die vormals reinen Online-Unternehmen gehen vermehrt dazu über, mit Partner-Augenoptikbetrieben vor Ort zusammenzuarbeiten oder eröffnen zusätzlich eigene Geschäfte. Bei der Korrektionsbrille gibt es den reinen Online-Vertrieb fast nicht (mehr). So gut wie bei jedem Brillenkauf sind in der Customer Journey eino der mehrere Berührungspunkte mit einem stationären Augenoptikbetrieb festzustellen.

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