
Erklärtext
„Das Futterhaus“, die in Elmshorn ansässige Fachhandelskette für Heimtierfutter und -bedarf, verzeichnete zwischen 2015 und 2023 ein kontinuierliches Umsatzwachstum. In den letzten beiden Jahren ging der Bruttosystemumsatz leicht zurück. Das Unternehmen begegnet dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit Investitionen in die Digitalisierung sowie dem gezielten Ausbau seiner Eigenmarken.
Wachstumsphase 2015 bis 2019
Zwischen 2015 und 2019 steigerte „Das Futterhaus“ seinen Bruttosystemumsatz in jedem Jahr. Treiber dieser Entwicklung waren eine kontinuierliche Expansion im Franchisesystem sowie die Weiterentwicklung von Eigenmarken und Sortimenten. Die österreichischen Standorte wuchsen dabei stärker als das Deutschland-Geschäft.
Pandemiebedingte Sondereffekte 2020 und 2021
Die Jahre 2020 und 2021 waren von überdurchschnittlichen Wachstumsraten geprägt. Als systemrelevanter Einzelhandel durfte „Das Futterhaus“ seine Märkte während der Coronapandemie durchgehend geöffnet halten. Zugleich stieg der gesellschaftliche Stellenwert der Heimtierhaltung, was die Nachfrage zusätzlich belebte. Lediglich Standorte in Einkaufszentren blieben von der positiven Entwicklung ausgenommen.
Normalisierung 2022 und 2023
Nach dem pandemiebedingten Wachstumsschub verlangsamte sich das Umsatzwachstum 2022 auf rund 5 Prozent. Für 2023 hatte das Unternehmen angesichts allgemeiner Preissteigerungen und erwarteter Kaufzurückhaltung einen möglichen Umsatzrückgang antizipiert – dieser trat jedoch nicht ein. Mit einem Zuwachs von über 6 Prozent erzielte „Das Futterhaus“ 2023 einen Umsatz von 580 Millionen Euro.
Konsolidierung 2024 und 2025
In den Jahren 2024 und 2025 verzeichnete „Das Futterhaus“ erstmals leichte Umsatzrückgänge, die das Unternehmen auf die schwache Konjunktur in Deutschland und die gedämpfte Konsumlaune der Haushalte zurückführte. Das österreichische Geschäft entwickelte sich in beiden Jahren leicht positiv.
Im Geschäftsjahr 2025 rückte die Expansion strategisch in den Hintergrund; stattdessen investierte das Unternehmen verstärkt in die digitale Infrastruktur, darunter ein neues Warenwirtschaftssystem, moderne Kassensysteme sowie den Ausbau der „Das Futterhaus“-App, die Ende 2025 über eine Million aktive Nutzer:innen verzeichnete. Als weiteres Differenzierungsmerkmal wurde der Ausbau der Eigenmarken vorangetrieben.
Fazit
Zwischen 2015 und 2023 verdoppelte „Das Futterhaus“ seinen Systemumsatz nahezu von 293 auf 580 Millionen Euro. Getragen wurde diese Entwicklung von Expansion und pandemiebedingten Sondereffekten. Die leichten Rückgänge in den Jahren 2024 und 2025 markieren eine Konsolidierungsphase, der das Unternehmen mit Digitalisierung und Eigenmarkenausbau begegnet.
Weitere Informationen zu „Das Futterhaus“ finden Sie in unserem Unternehmensporträt.


