Zoofachhandel

Im Jahr 2025 lebten 33,4 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel in bundesdeutschen Haushalten. In fast jedem zweiten Haushalt (43 Prozent) lebt mindestens ein Heimtier.

Die Katze ist hierzulande nach wie vor das häufigste Heimtier in Deutschland. In 24 Prozent der Haushalte in Deutschland leben insgesamt 15,7 Millionen Katzen. Auch Hunde sind sehr beliebt. Sie stehen mit 10,0 Millionen in 20 Prozent der Haushalte an zweiter Stelle. Nach den Ergebnissen der aktuellen Verbraucherbefragung, die der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. zusammen mit dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) bei 5000 Haushalten durchgeführt hat, liegt der Anteil der Mischlingshunde bei 43 Prozent. In fünf Prozent der Haushalte leben 4,4 Millionen Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Mäuse. Die Zahl der Ziervögel wie Sittiche, Kanarienvögel und Kleinpapageien lag 2025 bei 3,3 Millionen in drei Prozent der Haushalte. Darüber hinaus gab es im gleichen Zeitraum 2,1 Millionen Aquarien in vier Prozent der Haushalte und 1,0 Millionen Gartenteiche mit Zierfischen in zwei Prozent der deutschen Haushalte sowie 1,0 Millionen Terrarien in ein Prozent der Haushalte.

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage konnte die deutsche Heimtierbranche im Jahr 2025 das hohe Umsatzniveau der Vorjahre halten. Mit einem Gesamtumsatz von rund 5,34 Milliarden Euro verzeichnete der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel einen leichten Umsatzrückgang von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kamen 1,52 Milliarden Euro über den Online-Handel sowie 134 Millionen Euro für Wildvogelfutter. Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche lag damit bei knapp 7,0 Milliarden Euro.

Als Hauptabsatzweg für Heimtier-Fertignahrung behauptet sich weiterhin der Lebensmitteleinzelhandel (einschließlich Drogeriemärkten und Discountern). Hier wurden 2025 mit einem Umsatzanteil von 66 Prozent 2,82 Milliarden Euro umgesetzt. Der Fachhandel bleibt mit einem Umsatz von rund 0,81 Milliarden Euro für Bedarfsartikel und Zubehör und einem Umsatzanteil von 76 Prozent der wichtigste Absatzweg in diesem Segment.

Mit Heimtier-Fertignahrung übertraf der Fach- und Lebensmitteleinzelhandel das Vorjahresergebnis und steigerte den Umsatz in diesem Segment um 0,3 Prozent auf nunmehr 4,27 Milliarden Euro. Im Segment Bedarfsartikel und Zubehör sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro im Jahr 2025.

Mit einem Gesamtumsatz von rund 2,32 Milliarden Euro und somit einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr bildete der Markt für Katzenfutter auch im Jahr 2025 das größte Futtersegment. Dabei erwies sich das Segment Snacks einschließlich Katzenmilch mit einem Umsatzplus von 3,0 Prozent (380 Millionen Euro) als stärkster Wachstumstreiber. Der Bereich Feuchtfutter erzielte zwar mit 1,556 Milliarden Euro den deutlich höheren Umsatz, verzeichnete allerdings lediglich eine Zuwachsrate von 1,1 Prozent. Der Bereich Trockenfutter verzeichnete einen geringen Zuwachs von 0,5 Prozent (379 Millionen Euro).

Der Markt für Hundefutter erzielte im Jahr 2025 im stationären Handel mit rund 1,75 Milliarden Euro ein Umsatzminus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während die Umsätze im Snacksegment um 2,1 Prozent stiegen (768 Millionen Euro), zeigte sich bei Feuchtfutter (582 Millionen Euro, -1,9 Prozent) und Trockenfutter (403 Millionen Euro, -2,7 Prozent) eine rückläufige Entwicklung.

Der Umsatz mit Zierfischfutter im stationären Handel entwickelte sich negativ und erzielte mit 60 Millionen Euro ein Minus von 3,2 Prozent. Kleintierfutter blieb hinter Fertignahrung für Katzen und Hunde drittstärkstes Segment bei den Futtermitteln, musste mit einem Umsatz von 76 Millionen Euro im Jahr 2025 aber ein Minus von 7,3 Prozent hinnehmen. Der Umsatz mit Ziervogelfutter sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent auf 71 Millionen Euro.

Der Umsatz im Segment „Bedarfsartikel und Zubehör“ lag 2025 im stationären Handel bei rund 1,06 Milliarden Euro, dies entspricht einem Umsatzminus von 4,6 Prozent gegenüber 2024. Angesichts der rückläufigen Entwicklungen in den Bereichen Katzenstreu (370 Millionen Euro, -1,6 Prozent) und Zubehör für Katzen (230 Millionen Euro, -5,0 Prozent) setzte sich die negative Entwicklung im Bereich Bedarfsartikel und Zubehör im Jahr 2025 fort.

Die meisten Heimtiere in Deutschland leben in Mehrpersonenhaushalten. 26 Prozent der Heimtierhaltenden leben in Einpersonenhaushalten. Die Altersstruktur von Heimtierhaltern ist über die letzten Jahre nahezu unverändert geblieben. 19 Prozent waren 30 bis 39 Jahre alt, 18 Prozent zählten zur Altersklasse 40 bis 49 Jahre und 21 Prozent zu den 50- bis 59-Jährigen. Der Anteil der Tierhaltenden bis 29 Jahre betrug 17 Prozent. Mit 25 Prozent gehörten die Über-60-jährigen weiterhin zur größten Gruppe der Heimtierhaltenden.

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