Bruttoumsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland (ohne Außer-Haus-Verzehr) in den Jahren 2014 bis 2021 nach Vertriebswegen (in Milliarden Euro)

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Die vorliegende Statistik zeigt den Umsatz im Bio-Handel in Deutschland (ohne Außer-Haus-Verzehr) in den Jahren 2014 bis 2021 nach Vertriebswegen (in Milliarden Euro). 

Im Jahr 2021 gaben die deutschen Verbraucher:innen knapp 15,9 Mrd. Euro für Bio-Lebensmittel und -getränke aus, dies entspricht einem deutlichen Zuwachs von knapp 6 Prozent zum Vorjahr. Damit ist der deutsche Bio-Markt nach dem außerordentlichen Coronajahr 2020 stark geblieben. Der Bio-Anteil am Lebensmittelmarkt liegt mittlerweile bei 6,8 Prozent. Hauptvertriebskanal für Öko-Produkte bleibt der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel mit einem Marktanteil von 62,3 Prozent. Vollsortimenter, Discounter und Drogeriemärkte setzten mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken rund 10 Mrd. Euro um, 9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Rückläufig waren hingegen die Umsätze des Bio-Fachhandels, die im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent gegenüber 2020 sanken. Insgesamt verkauften die Bio-Fachhändler Bio-Produkte im Wert von 3,58 Mrd. Euro. Ihr Marktanteil erreichte 22,6 Prozent. Die sonstigen Einkaufsstätten (Bäckereien, Metzgereien, Obst-/Gemüse-Fachgeschäfte, Wochenmärkte, Ab-Hof-Verkauf, Abo-Kisten, Versandhandel, Tankstellen, Reformhäuser) konnten mit 2,41 Mrd. Euro 7,4 Prozent mehr umsetzen als im Vorjahr. Der Marktanteil dieser Geschäfte blieb mit 15,2 Prozent stabil. Anhaltend hoch waren die Online-Umsatz von Bio-Lebensmitteln. Dies führt der BÖWL auf die geänderten Einkaufsgewohnheiten im Zuge der Corona-Pandemie zurück.

 

Informationen zur Statistik

Erhebung

  • Erhebung durch:
    Arbeitskreis Biomarkt auf Basis von Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nielsen, BioVista und Klaus Braun
  • Erhebungszeitraum:
    2014-2021
  • Region:
    Deutschland
  • Besondere Eigenschaften:
    Schätzungen; Verbrauchsausgaben für Bio-Lebensmittel
  • Hinweis:
    (1) Einschließlich Hofläden, die netto Waren im Wert von mind. 50.000 Euro zukaufen (u. a. vom Großhandel).
    (2) Einschließlich Drogeriemärkten.
    (3) Bäckereien, Metzgereien, Obst-/Gemüse-Fachgeschäfte, Wochenmärkte, Ab-Hof-Verkauf, Abo-Kisten, Versandhandel, Tankstellen, Reformhäuser.

    Die Umsatzgröße der sonstigen Einkaufsstätten wurde 2019 für 2014–2018 angepasst und orientiert sich an den im BÖLN Projekt „Bio-Marktschätzung“ ermittelten Werten.
    Dem Arbeitskreis gehören an: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), BioVista, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), GfK SE, Universität Kassel Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Nielsen.

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