Tabs

Smart Store

Smart Store


Der lange Weg zum vernetzten Store: EHI und Microsoft untersuchen Smart Stores

Die Möglichkeiten des Internet of Things (IoT) oder der Künstlichen Intelligenz eröffnen Händlern neue Perspektiven für ihre Digitalisierungsstrategien. Der Weg zum vernetzten Store, in dem Kunden personalisiert über intelligente digitale Services angesprochen und operative Prozesse optimal digitalisiert und automatisiert werden, gestaltet sich dennoch oftmals beschwerlich und äußerst komplex. Der Handel befindet sich, zumindest was die Umsetzung von Smart Store Konzepten angeht, inmitten einer Konzeptions- und Ausbauphase, so ein Fazit der Analyse, die EHI und Microsoft in dem Whitepaper „Smart Store“ veröffentlichen.

Bestandsmanagement

Bestandstransparenz ist eine wichtige Voraussetzung für vernetzte Stores, die ein Großteil der Händler bereits erfüllt. So nutzen bereits 59 Prozent automatisierte Informationen aus dem E-Commerce-Kanal für das Bestandsmanagement ihrer Filialen, weitere 23 Prozent planen dies für die kommenden beiden Jahre. Von diesen insgesamt 82 Prozent nutzen zwei Drittel die Daten für Click and Collect-Services, die Hälfte für die Online-Vorreservierung von Produkten in den Filialen und 39 Prozent für die Anzeige von Filialbeständen auf Online-Wunschlisten.

„Der Handel ist derzeit mit modernen Cloud-Technologien auf dem Weg in die digitale Transformation und wir unterstützen gerne über unser breites Partner-Netzwerk“, sagt Xenia Giese, Industry Solution Executive Retail & Consumer Goods, Microsoft Deutschland.

Individualisierte Kunden-Kommunikation

Ein weiterer essentieller Bestandteil jeder Smart-Store-Strategie ist die personalisierte und individualisierte Kommunikation mit den Kunden. Dies setzt voraus, dass Kundenprofile aus dem E-Commerce Kanal auch instore verfügbar sind, idealerweise kombiniert mit einer Identifikation einzelner Kunden, wenn diese sich in der Filiale aufhalten. 18 Prozent der Teilnehmer nutzen personalisierte Kundendaten im Store, z.B. an der Kasse, weitere 43 Prozent planen dies in der nahen Zukunft umzusetzen. Damit werden in absehbarer Zeit die meisten Unternehmen zumindest theoretisch in der Lage sein, mit ihren Kunden basierend auf deren kanalübergreifendem Kaufverhalten zu kommunizieren. Allerdings – nur in 5 Prozent der Unternehmen verfügen Mitarbeiter bereits heute auf ihrem Mobile Device über personalisierte Kundendaten, auch hier planen weitere 36 Prozent der Firmen dies für die Zukunft.

Besonders im Fokus sind dabei Services wie Instore Navigation oder der Zugriff auf Produktinformationen unter Verwendung von beispielsweise QR-Codes oder Bilderkennung. Bei den Händlern, bei denen eine Interaktion mit dem Smartphone der Kunden möglich ist (27 Handelsunternehmen), geschieht dies bei 26 Prozent über Beacons und bei 52 Prozent über eine Unternehmens-App. Whatsapp (7 Prozent) oder Chatbots (4 Prozent) spielen noch eine untergeordnete Rolle.

Smart Shelves, Roboter und Co.

Vollautomatisierte Store Konzepte wie AmazonGo werden als durchaus ernstzunehmende Ansätze für die Zukunft gesehen. 66 Prozent glauben, dass entsprechende Szenarien kurz- bis mittelfristig realistisch sind. Nur 30 Prozent glauben nicht an eine Etablierung solcher voll automatisierter Lösungen.

Typische IoT Anwendungen wie Smart Shelves sind bisher kaum im Einsatz, das Interesse seitens des Handels ist jedoch groß. Der Einsatz von Robotern auf der Fläche, z.B. im Bereich Inventuraufnahme oder Reinigung wird als hochspannend betrachtet, bisher aber kaum umgesetzt.

Die unzureichende flächendeckende Abdeckung leistungsfähiger Breitbandnetze bleibt ein Problem. Der Handel feilt weiter am Ausbau freier Kunden-Wifi Verbindungen. Hier sehen 61 Prozent der Befragten Handlungsbedarf. 57 Prozent möchten die Ausstattung des Filialpersonals mit Mobile Devices optimieren.

Top-Statistiken

Smart Store: Instore-Navigation über das Kundensmartphone (2018)  
Smart Store: Einsatz des Smartphones durch Kunden zur Bestandsüberprüfung im Webshop und anderen Filialen (2018)  
Smart Store: Nutzung von Kundendaten aus Web-Kanälen für personalisierte Instore-Kommunikation mit dem Kunden (2018)  
Smart Store: Bereitstellung von Zusatzinformationen zu Produkten über das Smartphone (2018)  
Smart Store: Automatisierte Benachrichtigung des Filialpersonals bei Fehlbeständen (2018)  
Smart Store: Automatisierte Benachrichtigung des Filialpersonals bei Fehlfunktionen von Geräten (2018)  

Weitere Statistiken zu diesem Handelsthema

Technische Voraussetzungen einer Smart-Store-Strategie (2018)  
Smart Store: Vollständige Automatisierung von Scan- und Bezahlprozessen im Einzelhandel (2018)  
Smart Store: Verwendung von Daten aus dem E-Commerce-Kanal für das Bestandsmanagement der Filialen (2018)  
Smart Store: Realtime-Kommunikation mit dem Kundensmartphone (2018)  
Smart Store: Nutzung von Kundendaten aus Web-Kanälen für personalisierte Instore-Kommunikation mit dem Kunden (2018)  
Smart Store: Instore-Navigation über das Kundensmartphone (2018)  
Smart Store: Identifizierung von Kunden beim Betreten der Filiale (2018)  
Smart Store: Einsatz von intelligenten Umkleiden im Einzelhandel (2018)  
Smart Store: Berücksichtigung von E-Commerce-Prozessen im Bestandsmanagement der Einzelhandelsfilialen (2018)  
Smart Store: Bereitstellung von Zusatzinformationen zu Produkten über das Smartphone (2018)  

Seiten