Die Bedeutung von New Work für die Handelsbranche (2021)

Infografik EHI-Whitepaper: New Work in Retail: Nice to have or must have?

Erklärtext

Remote Work und Digitalisierung haben im Handel besonders in den Unternehmenszentralen stark zugenommen und sind Katalysatoren für Diskussionen um die Transformation der Arbeitswelt, so das aktuelle EHI-Whitepaper "New Work in Retail 2021".

Die Frage nach der Notwendigkeit von New Work für die Branche wird recht eindeutig mit „Ja“ beantwortet. So geben 71 Prozent der befragten HR-Verantwortlichen an, dass New Work für den Handel ein „Must-have“ ist. Nur gut ein Viertel sieht in den neuen Arbeitsformen ein „Nice-to-have“. 

Die vollständige Studie ist im EHI-Shop und auf ehi.org erhältlich.

Datenbasis

An der Befragung haben sich insgesamt 31 Unternehmen beteiligt. Der Lebensmittelhandel sowie die Branche „Mode & Accessoires“ ist mit 10 bzw. 8 Teilnehmenden am häufigsten vertreten. Gut drei Viertel der befragten Unternehmen (24) repräsentieren den stationären Einzelhandel, hiervon 5 Teilnehmer, die einen Jahresumsatz (in Deutschland) von über 5 Mrd. Euro ausweisen und somit zu den größten stationären Einzelhändlern Deutschlands zählen. Sechs Teilnehmende sind dem Omnichannel-Handel zuzuordnen, ein Unternehmen entstammt dem reinen Online-Handel. Der Umsatz der befragten Unternehmen entspricht insgesamt schätzungsweise 25 Prozent des gesamten deutschen Einzelhandelsumsatzes aus dem Jahr 2020 (505,9 Mrd. Euro).

Definition von „New Work“ in Anlehnung an die Definition des Fraunhofer Institutes für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

New Work meint ein neues Verständnis von Arbeit und eine fortwährende Transformation in einer komplexen, globalisierten und digitalisierten Welt. New Work steht aber auch für eine veränderte Erwartungshaltung der Mitarbeiter:innen in Bezug auf Freiheit und Teilhabe, Selbstbestimmung sowie Sinnstiftung durch Arbeit, was zu einem veränderten Verständnis von Führungskultur und Reduktion von Hierarchie führt. Eine New-Work-Kultur ist zunehmend agil, iterativ und selbstorganisiert. Ihre Akteure arbeiten hauptsächlich digital und sind hochgradig vernetzt. Ein weiteres Kennzeichen ist die Flexibilisierung von Arbeitszeit, -ort und -inhalten.