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Ganzheitliches Supply-Chain-Management im LEH


Von der Rampe ins Regal - Studie des EHI Retail Institute, der Boston Consulting Group sowie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt „Ganzheitliches Supply-Chain-Management im LEH“

Niedrige Logistikkosten und hohe Warenverfügbarkeit – diesen Spagat des Supply-Chain-Managements meistern nur knapp zehn Prozent der befragten Lebensmittelhändler. Über die Hälfte der Händler erfüllt immerhin eine dieser Anforderungen gut, während knapp 40 Prozent in beiden Kriterien unterdurchschnittlich abschneiden. Aber wie kann man die Lieferkette verbessern? Was sind Kernkriterien für eine effiziente und durchgängige Supply-Chain-Strategie im Lebensmittelhandel? Antworten darauf gibt die aktuelle Studie von EHI, BCG sowie der KU Eichstätt-Ingolstadt Ganzheitliches Supply-Chain-Management im LEH.

Integrativer Ansatz lohnt sich

Aus Erfahrung entfallen ca. 70 Prozent der Verbesserungspotentiale auf Optimierungen aus einer gesamthaften Supply-Chain-Perspektive. Die durchgeführte Studie hat gezeigt, dass Handelsunternehmen noch weit davon entfernt sind, diese Potentiale voll auszuschöpfen. Bisher lag der Fokus von Supply-Chain-Projekten vor allem auf der Optimierung innerhalb einzelner Stufen der Lieferkette, z.B. der Automatisierung im Zentrallager. Eine ganzheitliche Perspektive über alle einzelnen Stufen hinweg, z.B. mit Einbindung von Lieferanten oder den Anforderungen der Filialen, wurde nur in jedem vierten Projekt eingenommen. Projekte mit dem Ziel einer ganzheitlichen Supply-Chain-Optimierung zahlen sich aber aus, denn Händler mit einem höheren Anteil von Projekten mit ganzheitlicher Perspektive erreichen einen höheren Reifegrad. Ein hoher Reifegrad der Supply-Chain führt zu einer höheren Warenverfügbarkeit im Regal bei gleichzeitig niedrigeren Logistikkosten. Erfolgreiches Supply-Chain-Management erfordert deshalb einen ganzheitlichen, stufenübergreifenden Ansatz. Dieser berücksichtigt die Einbindung von Lieferanten, Logistik-Dienstleistern usw. genauso wie eine funktionsübergreifende Koordination des Supply-Chain-Managements mit den Bereichen Marketing und Vertrieb.

Der Handlungsbedarf ist zumindest teilweise erkannt

Der Großteil der teilnehmenden Unternehmen scheint allerdings den Handlungsbedarf sowie das Optimierungspotential eines stärker durchgängigen Supply-Chain-Managements zumindest teilweise erkannt zu haben, und plant zukünftig eine Verschiebung des Optimierungsfokus von Supply-Chain-Projekten. So planen die teilnehmenden Unternehmen zukünftig drei Viertel aller Projekte mit integrativen Perspektiven, bei denen auch direkte Auswirkungen auf den Verbraucher mit betrachtet werden. Ansatzpunkte bieten sich dabei entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Datenbasis

Für die Studie „Supply-Chain-Management im Lebensmittelhandel“ von EHI, The Boston Consulting Group sowie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wurden 16 überwiegend deutsche Händler mit Hilfe einer Online-Befragung zu Reifegraden, Kennzahlen und Entwicklungen hin zu einem integrierten Supply-Chain-Management befragt. Die deutschen Unternehmen decken über 40 Prozent des Umsatzes der Top 10-Lebensmittelhändler ab. 87 Prozent der Teilnehmer kommen aus dem Lebensmittelhandel, bei den verbleibenden 13 Prozent handelt es sich um Drogeriemarktunternehmen.

Ganzheitliches Supply-Chain-Management im Lebensmittelhandel 2016

Ausrichtung der Projekttypen im Supply Chain Management des Lebensmittelhandels (2016)  
Zielsetzungen der Projekte im Supply Chain Management des Lebensmittelhandels (2016)  
Wesentliche Trends für das Supply Chain Management im Lebensmittelhandel (2016)  
Überblick über die erfassten Supply-Chain-Kosten im Lebensmittelhandel (2016)  
Supply Chain Management im Lebensmittelhandel: Kennzahlen für Regalverfügbarkeit und Bestandsreichweite (2016)  

Trends in der Handelslogistik 2015

Wichtigste Rahmenbedingungen für die Handelslogistik aus Sicht des Handels (2015)  
Wichtigste Rahmenbedingungen für die Handelslogistik aus Sicht der Hersteller (2015)  
Transportkosten: Anteil der Belieferungsformen auf Handels- und Herstellerseite (2015)  
Transportkosten: Standzeit im Wareneingang eines Zentrallagers (2015)  
Transportdienstleistungen: Outsourcing-Maßnahmen von Handel und Industrie im Fuhrpark (2015)  
Transportorganisation: Nutzung der Beschaffungs- bzw. Abhollogistik des Handels (2015)  
Nachhaltige Logistik: Einsatz alternativer Verkehrsmittel zum Lkw in der Beschaffung/Distribution (2015)  
Nachhaltige Logistik: Einsatz alternativer Antriebstechnologien für Lkws in der Beschaffung/Distribution (2015)  
Wichtigste Rahmenbedingungen für die Handelslogistik aus Sicht der Logistikdienstleister (2015)  

Weitere Statistiken zu diesem Handelsthema

Zusammenarbeit mit Personal-Dienstleistern in der Handelslogistik (2017)  
Zukünftiger Einsatz von kollaborativen Robotern in der Handelslogistik (2017)  
Zukünftige Relevanz externer Rahmenbedingungen für die Personalsituation in der Handelslogistik (2017)  
Zukünftige Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter in der Handelslogistik (2017)  
Zielsetzungen der Projekte im Supply Chain Management des Lebensmittelhandels (2016)  
Zahl der Sendungen der Kurier-, Express- und Paketdienste in Deutschland (1999-2012)  
Zahl an Krankheitstagen (Arbeitstage) im Jahr pro Mitarbeiter in der Handelslogistik (2017)  
Wichtigste Rahmenbedingungen für die Logistik des Handels (2012)  
Wichtigste Rahmenbedingungen für die Logistik des Handels (2011)  
Wichtigste Rahmenbedingungen für die Logistik des Handels (2010)  

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