Umsatz des Buchhandels sinkt weiter

Buchhandel

Im deutschen Buchhandel ging der Umsatz im Jahr 2015 um 1,4 Prozent auf knapp 9,2 Milliarden Euro leicht zurück.

Der Online-Buchhandel entwickelte sich 2015 wieder positiv nach einem Umsatzrückgang im Jahr 2014. Rund 1,6 Milliarden Euro wurde online erwirtschaftet.

Der stationäre Buchhandel verzeichnete dagegen ein Umsatzminus um 3,4 Prozent auf 4,43 Milliarden Euro. Das Online-Geschäft der Buchhandlungen wächst zwar auf geschätzt rund 400 Millionen Euro, konnte den Umsatzrückgang vor Ort nicht ausgleichen.

Mit einem Anteil von 48,2 Prozent bleibt der stationäre Buchhandel größter Vertriebsweg für Bücher, gefolgt von den Verlagen im Direktgeschäft und vom Online-Buchhandel. Der traditionelle Versandhandel, die Buchgemeinschaften und die Warenhäuser verlieren Marktanteile.

Neue Medien wie E-Books sind für den deutschen Buchhandel ein großes Thema. Der Absatz von E-Books stieg 2015 um 9 Prozent auf 27,0 Millionen Exemplare. Der von den Käufern dafür im Schnitt bezahlte Preis sank um 26 Cent auf 6,82 Euro. Wie im Vorjahr kauften 3,9 Millionen Personen E-Books. Damit bleibt der Anteil E-Book-Käufer an der Gesamtbevölkerung mit 5,7 Prozent stabil. Im Schnitt kaufte jeder E-Book-Käufer 7,0 Titel. Mehr