Tengelmann: Wachstum in allen Geschäftsfeldern

Tengelmann

Die Unternehmensgruppe Tengelmann konnte im Geschäftsjahr 2018 ihren Nettoumsatz um 4,7 Prozent auf 7, 8 Milliarden Euro steigern. Alle Geschäftsfelder des Konzerns konnten dabei einen positiven Beitrag leisten.

Obi baut Marktführerstellung aus
Die Tengelmann-Tochter Obi konnte im vergangenen Geschäftsjahr ihre Marktführerstellung in der Do-it-Yourself-Branche weiter ausbauen. Die Baumarktkette steigerte ihren Nettoumsatz um 5,5 Prozent auf 6,44 Milliarden Euro. In Deutschland stiegen die Umsätze um 4,2 Prozent zum Vorjahr auf 3,26 Milliarden Euro. Im Ausland erwirtschaftete Obi ein Umsatzplus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,18 Milliarden Euro. 2018 eröffnete der Baumarktbetreiber insgesamt 18 Märkte in Zentral- und Osteuropa, davon allein elf in Polen, und zählte zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt 668 Standorte in zwölf Ländern.

Kik wächst im Ausland
Der Textildiscounter Kik konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr zum zweiten Mal in Folge die 2-Milliarden-Euro-Umsatzmarke überschreiten und steigerte seine Umsätze um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro. Über zwei Drittel der Umsätze (1,45 Milliarden Euro) wurden dabei im Heimatmarkt Deutschland erzielt. Allerdings musste der Textilanbieter infolge der ungewöhnlichen Wetterbedingungen hierzulande leichte Umsatzeinbußen hinnehmen. Wachstumstreiber waren die europäischen Auslandsmärkte. Außerhalb von Deutschland verbuchte das Unternehmen einen Zuwachs von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2018 expandierte Kik in seinen zehnten europäischen Auslandsmarkt, Rumänien. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betrieb Kik insgesamt 3.696 Filialen, davon 2.607 in Deutschland. Künftig will der Textildiscounter weitere Standorte in Mittel- und Osteuropa erschließen. So ist unter anderem der Markteintritt in Bulgarien geplant.

Tedi treibt Expansion voran
Der Nonfood-Händler Tedi, an dem die Unternehmensgruppe Tengelmann 30 Prozent der Anteile hält, betrieb zum Ende April 2018 insgesamt 2.120 Filialen, davon 1.647 in Deutschland und gehört damit hierzulande zu den führenden Nonfood-Händlern. Neben Deutschland ist das Unternehmen in sieben weiteren europäischen Ländern aktiv, unter anderen Österreich, Slowenien, Spanien und Kroatien. Durch die jüngsten Markteintritte in Italien und Polen konnte Tedi seine Präsenz weiter ausbauen.

Einstelliges Wachstum für Babymarkt.de
Der ebenfalls zum Tengelmann-Konzern gehörende Spezial-Versender für Baby- und Kinderausstattung Babymarkt.de setzte im vergangenen Geschäftsjahr 144,4 Millionen Euro um, dies entspricht einem Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit schwächte sich das Wachstum des Fachhändlers ab. Im Jahr 2017 hatte er noch ein zweistelliges Plus von 10,4 Prozent verzeichnet. Wachstumsimpulse kamen vor allem vom Online-Geschäft in Deutschland, das durch gestiegene Kundenzahlen und einen höheren Wert des durchschnittlichen Einkaufskorbs überproportionale Zuwächse erzielte. Das Unternehmen ist derzeit international in 14 Märkten mit Webshops unter dem Namen pinkorblue vertreten. Außerdem betreibt babymarkt.de sechs stationäre Läden in Nordrhein-Westfalen.

Ebenfalls positiv entwickelten sich die Immobiliengesellschaft Trei Real Estate sowie die Beteiligungsgesellschaften Emil Capital Partners in den Vereinigten Staaten und Tengelmann Ventures in Deutschland, die seit mehreren Jahren in Start-up-Unternehmen investieren.

Verhaltene Aussichten für das laufende Geschäftsjahr
Die Aussichten für das Jahr 2019 beurteilt Tengelmann angesichts der erwarteten wirtschaftlichen Eintrübung verhalten. Zum Jahresbeginn 2020 wird die neue Holding Tengelmann Twenty-One KG mit veränderter Ausrichtung in strategischer und internationaler Hinsicht an Stelle der bisherigen Holdingorganisation treten.

Weitere Informationen und Statistiken zur Unternehmensgruppe Tengelmann finden Sie im Unternehmensporträt.