Starbucks mit soliden Zahlen

Starbucks

Die US-amerikanische Kaffeehauskette Starbucks erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 (vom 2. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018) einen konsolidierten Umsatz von 24,7 Milliarden US-Dollar (umgerechnet ca. 21,9 Milliarden Euro). Dies entspricht rund 10,0 Prozent Steigerung verglichen zum Vorjahr.

Die eigenen Kaffeebars steigerten flächen- und währungsbereinigt ihren Umsatz um 2,0 Prozent gegenüber 2017. Der Durchschnittsbon erhöhte sich im selben Zeitraum um 3,0 Prozent. Unter dem Strich konnte das Unternehmen seinen Gewinn auf 4,52 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln (+56,6 Prozent im Vergleich zu 2017).

Wachstumstreiber Asien und Amerika
Besonders die Märkte in den Regionen Asien und Amerika sorgten für die positive Umsatzentwicklung. In der Region China und Asien-Pazifik erreichte der Kaffeebar-Betreiber einen Gesamtumsatz von 4,47 Milliarden US-Dollar, was einem satten Plus von 38,1 Prozent zu 2017 entspricht. In den Präsenzländern auf dem amerikanischen Kontinent steigerte Starbucks den Nettoumsatz um 7,1 Prozent auf 16,73 Milliarden Dollar.
Im EMEA-Raum lag das Umsatzwachstum bei 9,3 Prozent. Im September expandierte Starbucks nach Italien und eröffnete in Mailand seinen ersten Coffee-Shop mit angeschlossener Rösterei. Bis Ende 2018 will das Unternehmen mit dem Franchisepartner Percassi weitere Standorte in der norditalienischen Stadt eröffnen.
Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahrs zählte Starbucks weltweit 29.324 Coffee-Shops in 78 Präsenzländern, das waren 1.985 Stores mehr als ein Jahr zuvor. 15.341 Standorte wurden in Eigenregie geführt, die übrigen 13.983 von Franchisepartnern. Im kommenden Geschäftsjahr 2019 plant das Unternehmen weltweit 2.100 neue Kaffeehäuser.

Strategische Allianzen
Das Geschäftsjahr 2018 war für Starbucks vom Abschluss strategischer Allianzen geprägt. Im August 2018 übernahm Nestlé die Rechte für die Vermarktung der Starbucks- Konsumgüter- und Gastronomieprodukte im Einzelhandel. Mit dem Verkauf des Handelsgeschäfts will sich Starbucks auf das Kaffeebar-Kerngeschäft konzentrieren.
Auch im August 2018 gab Starbucks eine strategische Partnerschaft mit Alibaba bekannt, um tiefer in den chinesischen Markt vorzudringen. Hierfür arbeitet die Kaffeehauskette mit Alibaba-Unternehmen wie Ele.me, Hema, Tmal, Taobao und Alipay. Unter anderem testet Starbucks seit September Lieferservices in Peking und Shanghai. Das Pilotprojekt soll bis Ende 2018 in 30 Städten auf über 2.000 Filialen erweitert werden.
Im Oktober 2018 kündigte Starbucks den Ausbau seiner Zusammenarbeit mit dem südamerikanischen Restaurantbetreiber Alsea an, der als Starbucks-Lizenzpartner in Mittel- und Südamerika rund 900 Coffee-Shops betreibt. Alsea soll zusätzlich das Lizenzgeschäft für die Länder Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande übernehmen. Im EMEA-Raum kooperiert Starbucks bereits mit zwei Hauptlizenzpartnern, Amrest aus Polen und Alshaya aus Kuwait. Die polnische Amrest-Holding betreut neben den osteuropäischen Märkten Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowakei und Serbien auch das Deutschland-Geschäft. Hierzulande betreibt AmRest zum 30. September 2018 insgesamt 152 Starbucks-Shops.

Weiterführende Statistiken und Informationen zu Starbucks finden Sie im Unternehmensporträt.