Schwacher Anstieg der tariflichen Ausbildungsvergütungen 2017

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind im Jahr 2017 im bundesweiten Durchschnitt um 2,6 Prozent gestiegen. Der Vergütungsanstieg fiel damit deutlich schwächer aus als in den Jahren zuvor, denn im Zeitraum von 2012 bis 2016 lagen die jährlichen Zuwächse zwischen 3,4 Prozent bis 4,5 Prozent. Bundesweit lag der Vergütung der Auszubildenden im Jahr 2017 bei durchschnittlich 876 Euro brutto im Monat. In Westdeutschland erhielten die Auszubildenden im vergangenen Jahr durchschnittlich 881 Euro und in Ostdeutschland 827 Euro im Monat. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen in West- und Ostdeutschland stiegen prozentual mit 2,6 Prozent bzw. 2,5 Prozent fast gleich stark an. Der Abstand zum westlichen Tarifniveau blieb somit 2017 in Ostdeutschland unverändert: Es wurden wie im Vorjahr 94 Prozent der westlichen Vergütungshöhe erreicht.

Die berufsspezifischen Vergütungsdurchschnitte bewegten 2017 in Ostdeutschland weiterhin oft deutlich unter den Vergütungen im Westen, auch in den handelsrelevanten Berufen. Die Vergütungshöhe im Beruf „Kaufmann/-frau im Einzelhandel“ lag in Westdeutschland bei 869 Euro, während sie im Osten durchschnittlich 788 Euro betrug.

Vergleichsweise niedrig waren die tariflichen Vergütungsdurchschnitte 2017 zum Beispiel in den Berufen Bäcker/Bäckerin (West- und Ostdeutschland: 637 Euro), Florist/Floristin (gesamt: 617 Euro, West: 622 Euro, Ost: 587 Euro).