Primark steigert Umsatz dank Expansion

Primark

Der irische Textildiscounter Primark ist im abgelaufenen Geschäftsjahr (15. September 2018 bis zum 14. September 2019) weiter gewachsen. Der Umsatz der Billigmodekette ist vor allem durch Neueröffnungen um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Flächenbereinigt hingegen sind die Erlöse um 2,0 Prozent gesunken.

Der Gesamtumsatz des zu Associated British Foods plc gehörenden Textildiscountunternehmens Primark stieg im vergangenen Geschäftsjahr währungsbereinigt um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 7,792 Milliarden Pfund, umgerechnet 8,8 Milliarden Euro. Das Wachstum verdankte die Billigmodekette vor allem dem fortgesetzten Expansionskurs. In den vergangenen zwölf Monaten eröffnete Primark 14 neue Geschäfte, darunter vier im Vereinigten Königreich, drei in Deutschland, zwei in Spanien, zwei in Frankreich und jeweils eins in Belgien und in den Niederlanden. Darüber hinaus erfolgte im letzten Jahr der Markteintritt in Slowenien. Zum Ende des Geschäftsjahres (Stichtag 15. September 2019) umfasste das Ladennetz Primarks in Europa und in den USA insgesamt 373 Geschäfte. Die Gesamtverkaufsfläche der Primark-Filialen wuchs um 88.000 Quadratmeter auf 1,45 Millionen Quadratmeter.

Geschäft im Heimatmarkt und in Deutschland schwächelt
Im Vereinigten Königreich ist Primark mit der Umsatzentwicklung zufrieden. Die Umsätze erhöhten sich durch Neueröffnungen um 2,5 Prozent zum Vorjahr. Die flächenbereinigten Erlöse sanken zwar um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, übertrafen aber die allgemeine Branchenentwicklung. Der britische Markt für Kleidung, Schuhe und Accessoires gilt derzeit als schwierig. Der stationäre Textilhandel klagt über rückläufige Kundenfrequenzen und die zunehmende Online-Konkurrenz.
In der Eurozone legte Primark währungsbereinigt um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Ein deutliches Umsatzplus wies das Geschäft in Spanien und Frankreich auf. Auch die Aktivitäten in Italien und Belgien erbrachten eine starke Leistung. Die Verkaufsfläche im Euroraum wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,0 Prozent zum Vorjahr ausgebaut. Bedingt durch die schwache Geschäftsentwicklung in Deutschland schrumpften allerdings die Umsätze des Unternehmens in der Eurozone flächenbereinigt um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ohne Deutschland fielen die flächenbereinigten Umsätze von Primark im Euroraum lediglich um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Um das Deutschland-Geschäft anzukurbeln, leitete das Unternehmen bereits eine Reihe von Maßnahmen ein, etwa gezielte lokale Marketingkampagnen oder die Flächenverkleinerung einzelner Standorte.

Weitere Expansion in den USA geplant
Erfolgreicher war Primark auf dem US-Markt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Modekette in den USA den Umsatz steigern und zugleich dank niedriger Betriebskosten den Verlust verringern. Im vergangenen Sommer eröffnete die neue Filiale in Brooklyn. Außerdem wurde die Verkaufsfläche dreier Filialen reduziert, so konnte die Profitabilität der Standorte gesteigert werden. Angesichts der positiven Entwicklung setzt das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr auf die weitere Expansion auf dem US-Markt. Zwei neue Filialen sind bereits geplant. Im Frühjahr 2020 soll eine Filiale im Einkaufs- und Freizeitkomplex American Dream in New Jersey neu eröffnen. Eine weitere ist für den Sommer 2020 im Sawgrass Mills in Florida geplant. Darüber hinaus wurden bereits Mietverträge für Standorte in Philadelphia und Chicago geschlossen.

Für das Geschäftsjahr 2019/2020 plant Primark insgesamt 19 Neueröffnungen mit einer entsprechenden Erweiterung der Gesamtverkaufsfläche um 1,0 Million Quadratmeter. Außerdem stehen Umbaumaßnahmen und Standortverlagerungen sowie der Markteintritt in Polen auf der Agenda.

Weitere Informationen und Statistiken zu Primark finden Sie in unserem Unternehmensporträt.