Online-Handel wächst weiterhin zweistellig

E-Commerce und Versandhandel

Der E-Commerce bleibt im 3. Quartal 2018 starker Wachstumstreiber des Handels und legt insgesamt mit einem Plus von 11,6 Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 2017 zu. Im 3. Quartal 2018 (Zeitraum Juli bis September 2018) stiegen die Bruttoumsätze im deutschen E-Commerce auf 15,199 Milliarden Euro. Im gesamten Interaktiven Handel (Online- und Versandhandel) kauften die deutschen Verbraucher Waren für 16,12 Milliarden Euro ein. Demnach hat der Online-Handel einen Anteil von 94,3 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen usw. legten auch noch einmal kräftig zu und erwirtschafteten einen Bruttoumsatz von 4,187 Milliarden Euro (3. Quartal 2017: 3.833 Mrd. Euro).

Betrachtet man die Umsatzentwicklung der einzelnen Warengruppen im Online-Handel, so zeigt sich der stärkste Zuwachs im Online-Lebensmittelhandel. Die E-Food-Umsätze stiegen im 3. Quartal 2018 dank der steigenden Verbraucherakzeptanz um 21,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf insgesamt 353 Millionen Euro.

Besonders hohe Wachstumsraten verzeichneten die Warengruppen aus dem Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“. Der Umsatz im Bereich „Computer, Zubehör und Spiele“ stieg um 19,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Der Bereich „Elektronikartikel und Telekommunikation“ wuchs online um 19,9 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Auch im Warengruppen-Cluster „Freizeit“ konnten bestimmte Bereiche hohe Umsatzsteigerungen verzeichnen. Der Umsatz der Kategorie „DIY/Blume“ nahm um 16,0 Prozent auf 561 Millionen Euro.

Die online umsatzstärkste Warengruppe „Bekleidung“ konnte sich trotz des ungewöhnlich heißen Sommers etwas erholen und verzeichnete ein Online-Umsatzplus von 6,3 Prozent im Vorjahresvergleich auf 2,91 Milliarden Euro.

Blickt man auf die einzelnen Versendergruppen, wuchsen die Online-Marktplätze im 3. Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,4 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Somit besetzen sie weiterhin einen hohen Teil der Gesamtumsätze. Die Versender mit Herkunft aus dem stationären Geschäft verzeichneten ein Plus von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Umsätze erreichten 2,3 Milliarden Euro. Die Herstellerversender steigerten ihre Umsätze um 10,5 Prozent gegenüber dem 3. Quartal 2017 auf 378 Millionen Euro. Apothekenversender setzten mit einem Plus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr 157 Millionen Euro um.

Für das laufende Jahr rechnet der bevh mit einem Wachstum der E-Commerce-Umsätze mit Waren um 9,3 Prozent auf 63,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2017 setzte die Branche mit Waren 58,4 Milliarden Euro online um.

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