Marketing wird digitaler

Marketing wird digitaler I EHI-Studie „Marketing Monitor Handel 2018-2021“.

Mittelfristig schichtet der Handel seine Marketing-Budgets konsequent von Print zu Digital um. Dies ergab die EHI-Studie „Marketing Monitor Handel 2018-2021“. 

Marketingchefs gehen davon aus, dass bis 2021 Print 7 Prozentpunkte an Budget einbüßen und Digital 6 Prozentpunkte gewinnen werden. Bereits im Jahr 2018 setzt sich der Wachstumstrend der letzten Jahre fort: Digitale und additive Werbung (TV-, Radiowerbung, Instoremarketing u.a.) stieg im Vergleich zu 2017 um 4 Prozentpunkte auf insgesamt 56 Prozent. Digitales Marketing vereinnahmt 26 Prozent des Werbekuchens für sich. Der Anteil der printbasieren Werbeformen (Prospekte, Magazine, Anzeigen) verringerte sich verglichen zum Vorjahr von 48 auf 44 Prozent.

Online gewinnt, Anzeige verliert

Der Anteil der Investitionen in das Online-Marketing steigt seit Jahren kontinuierlich. Fielen 2012 noch rund 5,9 Prozent der Bruttowerbeaufwendungen auf das digitale Marketing, sind es 2018 bereits 25,9 Prozent. Der wichtigste Online-Kanal ist das Suchmaschinenmarketing über Google, Bing, Yahoo und weitere Suchmaschinen. Der Anteil des Budgets 2018 liegt bei 37,3 Prozent, gemessen am gesamten Online-Budget. An zweiter Stelle rangiert Social Media: Gut 22 Prozent des Online-Budgets entfallen 2018 auf soziale Medien wie Facebook, Instagram und Twitter. 

Während die Budgetanteile im Online-Marketing in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen sind, fielen die Anteile für Print-Anzeigen. 2012 lag der Anteil noch bei 13,6 Prozent und sank bis 2018 auf 4,5 Prozent. Die Marketingchefs gehen bis 2021 davon aus, dass das Budget noch weiter auf 2,9 Prozent fallen wird. 

Weitere Informationen und Statistiken erhalten Sie auf unserer Themenseite „Marketing“. Die Studie erhalten Sie im EHI-Shop.

Methodik

Die Studie basiert auf einer Erhebung, die im Zeitraum Mai bis Juni 2018 durchgeführt wurde. Insgesamt haben sich 59 Handelsunternehmen an der Erhebung beteiligt. Die beteiligen Händler erwirtschafteten einen Bruttoumsatz von insgesamt 139,8 Mrd. Euro. Die Umfrage wurde anhand standardisierter Fragen online durchgeführt.