H&M steigert erstmals wieder Gewinn

Hennes & Mauritz (H&M)

Hennes & Mauritz (H&M) ist zurück auf Wachstumskurs. Nach einem deutlichen Abwärtstrend in den letzten vier Jahren konnte der schwedische Modefilialist im Geschäftsjahr 2019 erstmals wieder seinen Gewinn steigern.

Der Nettoumsatz der Gruppe, zu der neben der Hauptmarke H&M weitere Marken wie COS, Monki, Weekday, & Other Stores, Arket und Afound gehören, lag im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. Dezember 2018 – 30. November 2019) bei 232,8 Milliarden Schwedischen Kronen (umgerechnet rund 22 Milliarden Euro) und wuchs damit um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In lokaler Währung stiegen die Erlöse um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Getrieben wird das Umsatzwachstum vor allem durch die deutlich gestiegenen Online-Umsätze. Sie wuchsen in Konzernwährung um 24 Prozent und in lokalen Währungen um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich um 11 Prozent auf 17,39 Milliarden Schwedischer Kronen (umgerechnet 1,64 Milliarden Euro). „Die digitale Transformation trägt weiterhin Früchte. Die gestiegenen Absatzzahlen zum Vollpreis und die gesunkenen Preisabschläge trugen zur Gewinnverbesserung im gesamten Jahr bei“, so der CEO Stefan Persson.

In Deutschland, dem Hauptmarkt des Konzerns, wurden umgerechnet 3,2 Milliarden Euro umgesetzt, damit blieben die Umsätze stabil. In Konzernwährung erhöhten sich die Umsätze um 4 Prozent. Nach 13 Ladenschließungen und 11 Neueröffnungen betrieb der Modefilialist zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres hierzulande insgesamt 466 Stores.

Weltweit wuchs das Vertriebsnetz des schwedischen Fast-Fashion-Unternehmens auf insgesamt 5.076 Verkaufsstellen in 74 Ländern, davon wurden 272 von Franchisepartnern betrieben. Im Laufe des vergangenen Jahres wurden insgesamt 281 Stores eröffnet und 173 geschlossen. Online ist das Unternehmen in 51 Märkten präsent.

Für das laufende Geschäftsjahr plant der Modefilialist die Eröffnung 200 neuer Läden in den Wachstumsmärkten, gleichzeitig jedoch die Schließung von rund 175 Filialen. Netto sind 25 neue Läden geplant. Neue Märkte in Zentralamerika sollen erschlossen werden. Eine Vereinbarung mit einem Franchisepartner wurde geschlossen. Ende 2020 soll der erste Store in Panama eröffnen. Auch der digitale Transformationsprozess soll weiter vorangetrieben werden.

Zusammen mit der Ergebnispräsentation kündigte H&M Ende Januar auch an, dass Helena Helmersson Karl-Johan Persson als neuer CEO ablösen wird. Stefan Persson wird den Vorsitz im Aufsichtsrat an seinen Sohn Karl-Johan Persson abgeben.

Weitere Informationen und Statistiken zu Hennes & Mauritz finden Sie in unserem Unternehmensporträt.