HDE-Konsumbarometer auf neuem Tiefststand

HDE-Konsumbarometer

Das HDE-Konsumbarometer sinkt im Januar 2019 weiter und weist einen aktuellen Wert von 99,30 Punkten auf. Der Index ist auf dem bisherigen Tiefststand seit Beginn der Erhebung. Die negative Trendentwicklung des vorherigen Monats hält weiter an. Damit hat der Konjunkturpessimismus der privaten Haushalte zu Beginn des Jahres 2019 weiter zugenommen.

Nachdem das HDE-Konsumbarometer im Dezember bereits gefallen ist, weist es im Januar 2019 sowohl einen Rückgang im Vergleich zum Vormonat (-0,82 Punkte) als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat (-0,88 Punkte) auf. Die negative Entwicklung im Januar 2019 verläuft ähnlich im Januar 2018, einzig auf einem niedrigeren Niveau. Korrespondierend mit der abnehmenden Konjunkturerwartungen der Unternehmen und wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute trübt sich die Stimmung der privaten Haushalte weiter ein.

Verbraucher nach Weihnachtsfest verhaltener gegenüber Anschaffungen
Im Januar 2019 sinkt die Anschaffungsneigung der deutschen Verbraucher weiter und weist einen Wert von 102,36 Punkten (-1,68 Punkte zum Vormonat) auf. Damit liegt sie auf dem ähnlichen Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang bildet die übliche Konsumabkühlung nach Weihnachten ab, ebenso wie die pessimistischere Konjunkturerwartung.

Sparneigung steigt weiter
Parallel zur sinkenden Anschaffungsneigung bilden deutsche Verbraucher in Erwartung von ökonomisch weniger günstigen Zeiten verstärkt finanzielle Rücklagen. Im Januar 2019 nimmt die Sparneigung der privaten Haushalte zu und weist einen Wert von 95,92 Punkten auf.

Private Haushalte erwarten Konjunkturrückgang
Im Januar 2019 ist ein ausgeprägter Rückgang der Konjunkturerwartungen der privaten Haushalte zu beobachten. Der Wert geht im Vergleich zum Vormonat um 3,91 Punkte und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,70 Punkte auf 96,75 Punkte zurück. Dies ist der tiefste Wert seit Beginn der Erhebung. Die skeptischer gewordenen Konjunkturerwartungen der Verbraucher stimmen mit denen der Unternehmen überein, die beim ifo Geschäftsklimaindex zum Ausdruck gekommen sind.

Einkommenserwartungen sind positiv
Positiv sind dagegen die Einkommenserwartungen der Verbraucher. Der Indexwert bleibt im Januar 2019 auf Vormonatsniveau bei 103,55 Punkten konstant. Die privaten Haushalte erwarten noch nicht, dass sich die abschwächende Konjunktur auf ihr Haushaltseinkommen auswirkt. Das hängt auch damit zusammen, dass der Arbeitsmarkt derzeit eine gute Konstitution und Perspektive aufweist.

Preise und Zinsen
Die Preiserwartung der Verbraucher steigt im Januar 2019 mit 96,39 Punkten nur geringfügig. Die privaten Haushalte erwarten tendenziell weniger steigende Preise. Bei der Zinsentwicklung rechnen deutsche Verbraucher zunächst nicht mit einer Zinserhöhung. Der Index weist im Januar einen Wert von 97,06 Punkten auf, dies entspricht einem Rückgang (aufgrund der inversen Bildung als Anstieg des Wertes ausgedrückt) gegenüber dem Vormonat um 2,3 Punkte.