Handel investiert in IT-Infrastruktur

Die IT-Budgets im Handel steigen weiter an und die Unternehmen investieren weiterhin in neue Technologien, das geht aus der im Rahmen der diesjährigen EHI-Studie „IT-Trends im Handel 2019" durchgeführten Händlerbefragung hervor. Dabei stehen mit höchster Investitionspriorität solche Projekte im Fokus, die wesentliche Teile der IT-Infrastruktur der Händler betreffen. Darunter fallen sowohl Projekte im Bereich Netzwerke als auch Investitionen in cloudbasierte Anwendungen und die Migration der Systemlandschaften in moderne Architekturumgebungen wie SAP S4/HANA.

Investitionspriorität bei der IT-Infrastruktur
Zu den weiteren Investitionsschwerpunkten gehören unter anderem die Erneuerung und Optimierung der Warenwirtschaftssysteme sowie der Kassen-Hard- und Software. Auch Omnichannel bleibt einer der wichtigsten Investitionstreiber. Die Grundlagen einer erfolgreichen Omnichannel-Strategie wurden dabei bei vielen Unternehmen in den letzten Jahren geschaffen, nunmehr geht es um eine Optimierung der Prozesse und Ausweitung der Services.

Weiterer Schwerpunktbereich der IT-Entscheider ist neben Analytics, CRM und Supply-Chain-Management-Lösungen die mobile Mitarbeiterkommunikation. Hier geht es vor allem darum, mehr Funktionalitäten auf die mobilen Devices der Mitarbeiter zu bringen, den Zugriff auf zeitkritische Informationen zu erleichtern sowie den aktiven Austausch über die Geräte mit Zentrale, anderen Filialen sowie Kollegen im eigenen Store zu fördern.

Gestiegene IT-Budgets
Die IT-Budgets der Studienteilnehmer sind im Vergleich zu den Vorjahren weiter angestiegen und befinden sich nun branchenübergreifend auf einem Durchschnittswert von 1,46 Prozent vom Nettoumsatz. Für die Folgejahre wird bei einer großen Mehrheit der Panelisten (66 Prozent, der höchste Wert seit Erstellung der Studie) mit einem weiteren Anstieg der IT-Ausgaben gerechnet.

Datenbasis
Für die aktuelle Studie „IT-Trends im Handel 2019“ hat das EHI IT-Verantwortliche von insgesamt 90 Handelsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in persönlichen Interviews zu Projekten, Trends und Investitionsprioritäten befragt. Die interviewten Einzelhändler stehen für insgesamt etwa 496 Milliarden Euro Unternehmensumsatz. Die Teilnehmer der Untersuchung wurden dabei in Händler für Fast Moving Consumer Goods (FMCG) und Slow Moving Consumer Goods (SMCG) eingeteilt. Unter den analysierten Unternehmen sind 45 FMCG-Händler und 45 SMCG-Händler.

Die Studie „IT-Trends im Handel 2019“ kann im EHI-Shop bestellt werden. EHI-Mitglieder erhalten die Studie kostenlos.

Weitere Informationen und Ergebnisse aus der EHI-IT-Studie finden Sie auf unserer Themenseite „IT-Trends im Handel”.