Gewinneinbruch bei H&M

H&M erreichte weltweit einen Umsatz von rund 24,1 Milliarden Euro

Der schwedische Modehändler H&M meldet durchwachsene Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/2017. Der Konzern erzielte ein Umsatzwachstum von 4 Prozent im Vorjahresvergleich, der Gewinn sank jedoch um 13 Prozent. In Deutschland ging der Umsatz um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.

Weltweit konnte die Gruppe im gesamten Geschäftsjahr 2016/2017 (1. Dezember 2016 bis 30. November 2017) weiter wachsen. Der Bruttoumsatz stieg um 4 Prozent im Vorjahresvergleich auf 231,77 Milliarden Schwedische Kronen, umgerechnet circa 24,1 Milliarden Euro. Der Modekonzern musste allerdings im vergangenen Geschäftsjahr erneut Gewinneinbußen hinnehmen: Der Gewinn vor Steuern des schwedischen Modefilialisten sank auf 20,81 Milliarden Schwedische Kronen (rund 2,16 Milliarden Euro) nach 24,04 Milliarden Schwedischen Kronen im Jahr zuvor. Dies entspricht einem Rückgang um 13 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Gewinn der Gruppe nach Steuern belief sich auf 16,184 Milliarden Schwedische Kronen – rund 1,68 Millionen Euro – nach 18,6 Milliarden Schwedischen Kronen im Vorjahr.

In Deutschland sank der Bruttoumsatz um 3 Prozent auf rund 3,82 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,93 Milliarden Euro). Auch andere der Top-10-Märkte des Modefilialisten weisen ein Umsatzminus auf. Die Modekette verzeichnete rückläufige Umsätze u. a. in Frankreich (-1 Prozent), Italien (-1 Prozent) sowie in den Niederlanden (-7 Prozent).

Rote Zahlen im vierten Quartal

Hennes & Mauritz meldete für das Abschlussquartal 2017 erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Umsatzrückgang um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 58,5 Milliarden Schwedische Kronen brutto. Zwischen September und November 2016 betrug der Umsatz noch 61,1 Milliarden Schwedische Kronen. In lokalen Währungen entsprach dies einem Minus von 2 Prozent. Der Umsatz ohne Mehrwertsteuer betrug 50.407 Millionen Schwedische Kronen (Vorjahresquartal: 52.720 Millionen Schwedische Kronen). Der Gewinn der Gruppe nach Steuern ging im 4. Quartal 2017 auf 3.993 Millionen Schwedische Kronen nach 5.914 Millionen Schwedischen Kronen im Vorjahreszeitraum zurück. H&M hat mit geringeren Kundenfrequenzen und dem veränderten Kundenverhalten durch die Ausbreitung des Online-Handels zu kämpfen. Außerdem wird das Ergebnis durch die gewährten Rabatte zum Abverkauf der hohen Bestände belastet.

Dennoch blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Für das erste Quartal 2018 erwartet H&M einen Anstieg der Bruttoumsätze um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Neues Label geplant

Zu den Vertriebslinien von Hennes & Mauritz gehören H&M, COS, Monki, Weekday, Cheap Monday, & Other Stories sowie Arket. Ende August 2017 feierte der erste Store der H&M-Premiummarke Arket in London seine Premiere. Mitte Oktober folgte die Eröffnung des ersten deutschen Arket-Stores in München. Im Jahr 2018 plant H&M die Einführung eines neuen Store-Konzepts: Afound. Im Off-Price-Marktplatz sollen Mode- und Lifestyle-Marken zu günstigen Preisen angeboten werden, sowohl von H&M, als auch von externen Marken. Der erste Store soll in Stockholm eröffnen. Gleichzeitig wird ein Online-Shop gelauncht.

Die Gruppe eröffnete im vergangenen Geschäftsjahr weltweit 479 Geschäfte. 91 Läden wurden geschlossen. Somit zählt das Unternehmen zum Ende November 2017 weltweit 4.739 Verkaufsstellen, davon 463 in Deutschland. Die Modekette ist stationär in 69 Ländern präsent. In 43 Märkten vertreibt sie ihre Ware online.

Weitere Informationen und Statistiken zu Hennes & Mauritz (H&M) finden Sie im Unternehmensporträt.