Fnac treibt Expansion voran

Fnac

Die französische Medienkaufhausgruppe Fnac setzte im Geschäftsjahr 2015 knapp 3,88 Milliarden Euro um, dies entspricht einem Umsatzrückgang von 0,5 Prozent zum Vorjahr. Auf vergleichbarer Basis und zu konstanten Wechselkursen sank der Umsatz um 0,2 Prozent. Der Nettogewinn stieg dagegen um 16,7 Prozent auf 48 Millionen Euro.


Zur Gruppe gehörten am 31. Dezember 2015 insgesamt 199 Geschäfte, davon 39 in Franchise. In den letzten Jahren treibt das Unternehmen die Expansion neuer Ladenkonzepte voran (Travel, Connect und Proximité). Neben Frankreich ist Fnac in 8 weiteren Ländern präsent: Spanien, Portugal, Brasilien, Belgien, Schweiz, Marokko, Katar und Elfenbeinküste. Außerdem ist die Handelsgruppe online präsent. Der Onlineshop fnac.com erzielte 2015 einen Nettoumsatz von 475 Millionen Euro.


In Frankreich steigerte Fnac im Geschäftsjahr 2015 trotz der Auswirkungen der terroristischen Anschläge und des Verkaufs des Ticketservices den Umsatz um 0,4 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro. Das Frankreich-Geschäft stellt 71,8 Prozent des Gruppenumsatzes dar. Im Heimatland betrieb die Mediengruppe zum Ende des Jahres insgesamt 124 Geschäfte, davon 86 Filialen und 38 Franchisegeschäfte (darunter die Franchiseläden in Marokko, Katar und der Elfenbeinküste).


Auf der Iberischen Halbinsel blieb das Geschäft nahezu stabil. Der Umsatz ging um -0,3 Prozent zum Vorjahr auf 657 Millionen Euro zurück, dies entspricht jedoch auf vergleichbarer Basis einem Umsatzrückgang von 3,0 Prozent.
In Spanien zählte Fnac zum Ende 2015 insgesamt 27 Geschäfte. Seit 2000 ist das Unternehmen mit dem Onlineshop fnac.es im Internet vertreten. In Portugal verfügte die Medienkaufhausgruppe über 22 Geschäfte und das Online-Shop fnac.pt.


In Brasilien litt die Handelsgruppe unter der Wirtschaftskrise. Der Umsatz ging um -21,8 Prozent zum Vorjahr auf 137 Millionen Euro zurück. Knapp ein Viertel der Umsätze wird online erwirtschaftet. Neben dem Onlineshop internetfnac.com.br. betrieb Fnac zum Ende 2015 insgesamt 12 Läden im südamerikanischen Land.


Fnac erzielt 57,8 Prozent ihrer Gesamtumsätze mit Technik-Produkten (Foto, Fernsehen, Recorder, HiFi-Anlagen, EDV, Tablets, kleine elektrische Haushaltsgeräte, Telekommunikation) und 36,8 Prozent mit Medien, Spiel- und Schreibwaren.


Im November 2015 kündigte Fnac die Übernahme des britischen Elektronikhändlers Darty an. In den nachfolgenden Monaten gab der zum Steinhoff-Konzern gehörende Möbelhändler Conforama ebenfalls Übernameofferten ab. Conforama und Fnac liefern sich im Frühjahr 2016 einen heftigen Schlagabtausch mit mehreren Gebotserhöhungen.
Durch die Fusion Fnac/Darty würde ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 7 Milliarden Euro entstehen.

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