Energiemanagement: Handel investiert

Energiemanagement

Der Stromverbrauch im Handel bleibt konstant, während die Kosten leicht steigen. Deutsche Händler arbeiten weiter daran, ihre Energie-Verbräuche zu senken und investieren daher in Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Dies sind die ersten Ergebnisse des EHI-Energie-Monitors 2018.

In den vergangenen fünf Jahren haben 41 Prozent der Lebensmittelhändler mehr als 25 Millionen Euro in Energieeffizienzmaßnahmen investiert, im Nonfood-Bereich waren es 3 Prozent. Dies geht aus dem diesjährigen EHI-Energie-Monitor hervor. Grund für die insgesamt geringeren Investitionen im Nonfood-Handel ist die dort genutzte, weniger energieintensive Anlagentechnik. So braucht der Nonfood- im Gegensatz zum Lebensmittelhandel z. B. nicht in kostenintensive Kältetechnik zu investieren. Der Austausch der Beleuchtung und insbesondere die Umstellung auf LED-Beleuchtung ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Energieeffizienzmaßnahmen. So hat sich der LED-Anteil an der Filialbeleuchtung in den letzten drei Jahren verdoppelt: von 20 Prozent im Jahr 2015 stieg er auf insgesamt 40 Prozent im Jahr 2018.

Stromkosten steigen

Nach stetigen Senkungen der Stromkosten in den vergangenen vier Jahren sind diese 2017 wieder leicht gestiegen. Im Food-Handel lagen die jährlichen Kosten pro Quadratmeter Verkaufsfläche bei 53,39 Euro. Das entspricht 1,02 Euro mehr als im Jahr davor. Nonfood-Händler kostete der Strom im Durchschnitt 19,24 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche im Jahr. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr (19,22 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche pro Jahr) liegt allerdings nur im Centbereich.

Stromverbrauch konstant

Der Stromverbrauch zeigt sich im Jahr 2017 konstant, nachdem der Einzelhandel in den vergangenen vier Jahren seinen Verbrauch stetig senken konnte. Der Nonfood-Handel konnte seinen Stromverbrauch mit durchschnittlich 104 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche auf Vorjahresniveau halten. Der Lebensmittelhandel meldete mit einem Verbrauch von durchschnittlich 321 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche im Jahr 2017 nur eine minimale Senkung gegenüber dem Vorjahr (323 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche).

Die minimale Verbrauchssenkung oder gar konstante Entwicklung des Stromverbrauchs führen die Händler auf den Einsatz emotionaler Beleuchtungskonzepte oder die Einführung von Gastronomieangeboten in ihren Filialen zurück. Ziel ist es, sich vom Online-Handel abzuheben und den stationären Handel attraktiver zu machen.

Datenbasis:

An der Studie „Energie-Monitor 2018” haben sich 54 marktführende Handelsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Das entspricht über 33.000 Handelsfilialen bzw. etwa 52 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche. Dem Nonfood-Bereich sind dabei 48 Prozent der Befragten, dem Food-Bereich 52 Prozent zuzurechnen.

Die vollständige Studie „Energie-Monitor 2018“ ist ab Ende Januar 2019 im EHI-Shop erhältlich. Mitglieder erhalten die Studie kostenlos. Die zentralen Ergebnisse der Studie sind im EHI-Shop als Poster erhältlich.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Themenseite „Energiemanagement”.