dm meldet trotz Corona Umsatzsteigerung

dm-drogerie markt - Daten und Fakten

Die Drogeriemarktkette dm-drogerie markt wächst trotz der Corona-Krise weiter, im abgeschlossenen Geschäftsjahr aber langsamer als in den Vorjahren. Das Unternehmen spürt das veränderte Einkaufsverhalten der Kunden in der Pandemie.

Der Karlsruher Drogeriemarktbetreiber dm steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 (1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020) den Konzernumsatz um 2,9 Prozent auf insgesamt 11,52 Milliarden Euro. Das Umsatzwachstum verlor im Zuge der Corona-Pandemie an Dynamik. Im Vorjahr lag der Umsatzzuwachs noch bei 4,6 Prozent.

In Deutschland stieg der Bruttoumsatz um 2,1 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2018/2019 auf 8,54 Milliarden Euro. Das Unternehmen gab die Senkung der Mehrwertsteuer an seine Kunden weiter. Ohne den Sondereffekt hätte der Bruttoumsatz im Heimatmarkt um rund 3,0 Prozent zugelegt.

Wachstumstempo verliert coronabedingt an Dynamik

Auch im Ausland verlangsamte sich das Wachstum. Die Umsätze in den weiteren zwölf europäischen Präsenzmärkten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 2,98 Milliarden Euro. In den vorangegangenen Jahren lagen die Wachstumsraten bei 8 bis 9 Prozent.

Verändertes Kundenverhalten

dm spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Im Zuge der damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen stellte die Drogeriemarktkette fest, dass sich die Einkaufsgewohnheiten vieler Kunden verändert hat. Weil viele im Homeoffice arbeiten, benötigen sie weniger Beauty-Produkte. Und weil sie nicht mehr zur Arbeit pendeln, erledigen sie ihre Einkäufe anders und an anderen Orten. In den Innenstädten und an Bahnhöfen ist die Kundenfrequenz rückläufig. Die Menschen gehen seltener einkaufen, kaufen dafür aber größere Warenkörbe und sie shoppen vermehrt online.

Online-Umsatz verdoppelt, Omnichannel-Angebot ausgebaut

Der Online-Shop dm.de hat sich während der Corona-Pandemie dynamisch entwickelt. Durchschnittlich 500.000 Kunden besuchen täglich die Website. Nach Unternehmensangaben hat sich der E-Commerce-Umsatz verdoppelt, rund die Hälfte der Online-Umsätze entfallen auf Bestellungen über die App „Mein dm-App“. Auch das neue Express-Abholung-Service wird von den Kunden gut angenommen. Jede zehnte Online-Bestellung auf dm.de wird per Express-Abholung im Markt gepackt und von den Kunden dort abgeholt.

Investitionen in das Filialnetz

Im vergangenen Jahr setzte dm seine Expansion fort und investierte in Neueröffnungen und Umbauten. In Deutschland wurden 60 dm-Märkte neu- und wiedereröffnet und 262 Märkte umgebaut. Bereinigt um umzugsbedingte Standortverbesserungen, wuchs das dm-Filialnetz um 27 Standorte auf insgesamt 2.024 Märkte. Die durchschnittliche Verkaufsfläche einer dm-Filiale erhöhte sich leicht auf 627 Quadratmeter. Auch die Investitionen in ressourcenschonende Klimatechnik in den einzelnen Märkten stiegen im vergangenen Jahr: Weitere 68 dm-Märkte wurden mit der entsprechenden Technik ausgestattet. Aktuell sind rund 1.400 dm-Märkte dementsprechend auf dem neuesten Stand der Technik. Im laufenden Geschäftsjahr sollen rund 120 weitere Märkte folgen.

International stieg die Gesamtzahl der dm-Filialen um 70 Standorte auf 1.741 Märkte. Europaweit betrieb die dm-Gruppe insgesamt 3.765 Filialen. Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte das Unternehmen etwa 62.600 Menschen, ein Plus von mehr als 500 im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland sank um etwas mehr als 200 auf 40.436.

Weitere Informationen und Statistiken zu dm-drogerie markt finden Sie in unserem Unternehmensporträt.