Deutsche Wirtschaft wächst auch 2017 kräftig

Deutsche Wirtschaft

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2017 um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. In jeweiligen Preisen gerechnet, war das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2017 mit 3.263 Milliarden Euro um 3,8 Prozent höher als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent und betrug im Jahr 2017 durchschnittlich knapp 39.500 Euro.

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts trugen alle Wirtschaftsbereiche zur wirtschaftlichen Belebung im Jahr 2017 bei. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2017 von knapp 44,5 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach ersten vorläufigen Berechnungen waren im Jahr 2017 rund 638.000 Personen oder 1,5 Prozent mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Das entspricht der höchsten Zunahme seit dem Jahr 2007. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland glichen altersbedingte demografische Effekte aus.

Zum kräftigen Wachstum der deutschen Wirtschaft trug unter anderem der Konsum der deutschen Verbraucher bei. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Konsumausgaben des Staates stiegen mit 1,4 Prozent unterdurchschnittlich. Als weitere konjunkturelle Stütze erwiesen sich die Investitionen: Die Bruttoinvestitionen insgesamt, zu denen neben den Bruttoanlageinvestitionen die Vorratsveränderungen zählen, waren preisbereinigt um 3,6 Prozent höher als 2016.

Die deutschen Ausfuhren konnten im Jahresdurchschnitt 2017 weiter zulegen: Die Exporte von Waren und Dienstleistungen waren preisbereinigt um 4,7 Prozent höher als im Vorjahr. Die Importe legten im gleichen Zeitraum um 5,2 Prozent stärker zu. Der resultierende Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, trug +0,2 Prozent zum BIP-Wachstum bei.

Weitere Daten und Fakten zur deutschen Wirtschaftsleistung finden Sie auf der Themenseite "Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen".