Budget für Weihnachtsgeschenke auf Rekordniveau

Weihnachten

Die Bundesbürger wollen in diesem Jahr so viel Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben wie noch nie. Das durchschnittliche Budget steigt im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 282 Euro, so die Ergebnisse aus der diesjährigen Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young. Das ist der höchste Wert seit der ersten Erhebung im Jahr 2007. Hochgerechnet summieren sich die geplanten Geschenkausgaben bundesweit auf 18,4 Milliarden Euro.

Frauen wollen mit 279 Euro mehr Geld für Geschenke ausgeben als in jeder bisherigen Befragung. Männer planen mit einem durchschnittlichen Geschenkbudget von 285 Euro – dem zweithöchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Mit Ausnahme der 18- bis 35-Jährigen wollen alle Altersklassen in diesem Jahr für Weihnachgeschenke mehr ausgeben als im Vorjahr. Den stärksten Zuwachs weist das Budget der 46- bis 55-Jährigen auf. Es steigt um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 345 Euro.

Geldgeschenke und Gutscheine am beliebtesten
Am häufigsten werden in diesem Jahr Geldgeschenke und Gutscheine sowie Bücher und Lebensmittel unterm Weihnachtsbaum stehen, deutlich häufiger als letztes Jahr aber Karten für Events, Konzerte und besondere Erlebnisse. Insgesamt wollen 37 Prozent der Befragten Veranstaltungsbesuche verschenken (2017: 24 Prozent). Die hierfür geplanten Ausgaben sind mehr als doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr und belaufen sich im Schnitt auf 26 Euro – im Vorjahr waren es gerade einmal 12 Euro. Die höchsten Ausgaben planen die Verbraucher weiterhin für Gutscheine und Geldgeschenke. Das durchschnittliche Budget hierfür geht im Vergleich zum Vorjahr auf 67 Euro leicht zurück (2017: 72 Euro). Deutlich weniger als im vergangenen Jahr wollen die Bundesbürger für Kleidung und Bücher ausgeben. Das Budget für Mützen, Schals und Pullover sinkt von 28 Euro im vergangenen Jahr auf 21 Euro in diesem Jahr. Die durchschnittlichen geplanten Geschenkausgaben für Bücher fallen von 27 auf 20 Euro.

Kaufhäuser verlieren an Zuspruch
Gerade die Warenhäuser dürften das sinkende Interesse an Mode zu spüren bekommen: Im Durchschnitt wollen die Verbraucher nur noch 35 Euro in Warenhäusern ausgeben – nach 63 Euro im Vorjahr. Haupteinkaufsstätte für Weihnachtsgeschenke bleibt zwar weiterhin der stationäre Fachhandel, die geplanten Ausgaben sinken aber von durchschnittlich 96 auf 91 Euro.

Trend zum Online-Weihnachtseinkauf
Das Budget für den Geschenkkauf per Mausklick steigt rasant von 56 auf 88 Euro. Das ist zum Teil auf Verschiebungen bei den Geschenkpräferenzen wie Events, Unterhaltungselektronik und Reisen zurückzuführen, die in erster Linie im Internet gekauft werden. Insgesamt 21 Prozent der Verbraucher wollen ihre Weihnachtsgeschenke lieber online kaufen. Die Mehrheit (53 Prozent) entscheidet sich aber lieber für den Weihnachtseinkauf bei Einzelhändlern vor Ort als im Netz.

Weihnachtsevents wichtiger Anreiz für Einkaufsbummel
Für knapp die Hälfte der Befragten ist das vorweihnachtliche Shoppingerlebnis in der Stadt bzw. im Shopping-Center wichtig. Entscheidend ist dabei aber ein passendes Umfeld: So geben in diesem Jahr 44 Prozent der Verbraucher an, vorweihnachtliche Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte seien ein Anreiz für einen Einkaufsbummel in der Stadt oder im Shopping-Center – im Vorjahr lag der Anteil mit 41 Prozent etwas niedriger.

Weihnachtseinkauf erst im Dezember
Die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland (59 Prozent) kauft die Weihnachtsgeschenke relativ kurzfristig im Dezember – gut jeder Fünfte sogar erst in den beiden Wochen vor Weihnachten. 41 Prozent der Konsumenten kaufen ihre Geschenke bereits im November oder noch früher.

Die Studie „Weihnachtsgeschenke 2018 – Deutschland” der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young basiert auf einer repräsentative Telefonumfrage unter 1.000 erwachsenen Verbrauchern in Deutschland, die vom 6. bis 16. Oktober durchgeführt wurde.

Mehr Informationen und Statistiken zum Weihnachtsgeschäft in Deutschland finden Sie auf unserer Themenseite.