Buchhandel: Stationär größte Vertriebsform

Der Gesamtumsatz der buchhändlerischen Betriebe beträgt 2017 9,1 Mrd. Euro

Im Jahr 2017 sank der Gesamtumsatz der buchhändlerischen Betriebe in Deutschland um 1,6 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Der stationäre Buchhandel verzeichnete ein Umsatzminus um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,3 Milliarden Euro und bleibt weiterhin größter Vertriebsweg für Bücher. Fast jeder zweite Euro wurde 2017 im stationären Sortimentsbuchhandel ausgegeben, dessen Umsatzanteil allerdings um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 47,1 Prozent leicht zurückging. Demgegenüber legte der Umsatz des Internet-Buchhandels inklusive des Online-Geschäfts der stationären Händler um 1,5 Prozent zu. Dies entspricht einem Gesamtumsatz von 1,71 Milliarden Euro.

Kaufpensum steigt, Absatz sinkt

2017 kauften 29,6 Millionen Menschen mindestens ein Buch. Allerdings ging die Zahl laut Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verglichen zum Jahr 2013 um 6,4 Millionen Käufer bzw. 17,8 Prozent zurück. Die rückläufige Umsatzentwicklung macht sich auch in den Absatzzahlen bemerkbar: 2013 wurden auf dem Publikumsmarkt 398 Millionen Bücher verkauft, 2017 waren es nur noch 367 Millionen. Dafür stieg das durchschnittliche Kaufpensum je Käufer von 11 Titeln im Jahr 2013 auf 12,4. Die Durchschnittsausgaben stiegen zudem von 116,7 Euro 2013 auf 137,4 Euro im Jahr 2017. 

Der Absatz am Publikumsbuchmarkt mit E-Books legte im Vergleich zu 2016 um eine Million auf 29,1 Millionen Exemplare zu. Gleichzeitig sank der Umsatz um 1,4 Prozent verglichen zum Vorjahr. Der Börsenverein sieht als Gründe für diese Entwicklung, dass zum einem die Zahl der Käufer insgesamt gesunken ist und zudem Käufer günstigere Titel bevorzugen. Der pro E-Book durchschnittlich bezahlte Preis lag 2017 bei 6,38 Euro und somit 5,1 Prozent niedriger als im Vorjahr. 

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