Buchhandel: E-Commerce-Umsatz wächst

Buchhandel: Umsatzergebnisse 2019

9,29 Milliarden Euro Umsatz erzielte die Buchbranche in Deutschland, dies entspricht einem Wachstum von rund 1,7 Prozent zum Vorjahr. Mit einem Wachstum von 4,2 Prozent wuchs der Internet-Buchhandel hierbei stärker als das stationäre Geschäft. Im laufenden Jahr merkt der Einzelhandel mit Büchern die Auswirkungen der Corona-Krise, blickt aber zuversichtlich in die Zukunft.

Die Buchbranche erreichte laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels im Jahr 2019 ein Umsatzwachstum von 1,7 Prozent auf 9,29 Milliarden Euro. Der stationäre Buchhandel blieb mit 4,29 Milliarden Euro Umsatz und einem Anteil von 46,2 Prozent am Gesamtmarkt der größte Vertriebsweg für Bücher. Die Läden vor Ort legten beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent zu.

E-Commerce-Handel legt zu

Stärker wuchs der Umsatz des Internet-Buchhandels, unter dem auch das Online-Geschäft der stationären Händler fällt: Über die Online-Shops machte der Buchhandel mit 1,86 Mrd. Euro 4,2 Prozent mehr Umsatz als 2018. Der E-Commerce hält einen Marktanteil von 20,0 Prozent.
Die Zahl der Buchkäufer auf dem Publikumsmarkt ging im vergangenen Jahr nach einem Anstieg im Jahr 2018 (+300.000) wieder zurück: 28,8 Millionen Menschen kauften im vergangenen Jahr mindestens ein Buch, das sind 3,5 Prozent weniger als 2018 (29,9 Millionen).

Die Menschen, die Bücher kauften, erwarben allerdings im Schnitt mehr Bücher: Die Kaufintensität stieg von durchschnittlich 12,0 Büchern pro Käufer im Jahr 2018 auf 12,3 Bücher im Jahr 2019.

Der Umsatz der E-Books am Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) lag mit einem Plus von 0,6 Prozent und einem gleichbleibenden Umsatzanteil von 5,0 Prozent am Publikumsmarkt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Umsatzeinbußen durch Corona-Krise

Zwar sorgen Umsatzrückgänge aus den Wochen der Geschäftsschließungen laut Ergebnissen des Börsenvereins für ein negatives bisheriges Jahresergebnis, dennoch blicken Verlage und Buchhandlungen zuversichtlich auf das verbleibende Jahr. Die Buchbranche konnte in den letzten Wochen ihre Verluste kontinuierlich reduzieren und verringerte das Umsatzminus von 14,9 Prozent bei Wiedereröffnung der Läden Mitte April auf 8,3 Prozent bis Ende Juni.

Der Umsatz des stationären Buchhandels liegt nach dem ersten Halbjahr mit 13,9 Prozent unter dem Vorjahreswert, Mitte April waren es allerdings noch -21,1 Prozent. Dazu Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins: „Dem Buchhandel kam zugute, dass er mit seinen Online-Shops schon lange gut aufgestellt ist.“


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