Sport- und Freizeitartikelhandel

Im Jahr 2022 erwirtschafteten die steuerpflichtigen Unternehmen im deutschen Einzelhandel mit Sport-, Campingartikeln und mit Fahrrädern einen Gesamtumsatz von rund 14,2 Milliarden Euro. Die Unternehmen im Einzelhandel mit Sportartikeln meldeten einen Nettoumsatz von rund 6,4 Milliarden Euro, die Fahrradeinzelhändler gut 7,8 Milliarden Euro.

Die Unternehmen im Einzelhandel mit Sport- und Campingartikeln in Deutschland setzten im Jahr 2023 nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real 2,4 Prozent bzw. nominal 4,9 Prozent mehr um als im Vorjahr. Der Einzelhandel mit Fahrrädern hingegen setzte real 0,5 Prozent weniger um als im Vorjahr. In jeweiligen Preisen stieg der Umsatz um 1,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022.

Der Bestand an Fahrrädern und E-Bikes in Deutschland hat nach Angaben des Zweirad-Industrieverbands (ZIV) im Jahr 2023 einen Rekordwert von 84,0 Millionen Stück erreicht, davon ca. 11,0 Millionen E-Bikes. Dies entspricht einem Zuwachs um 18 Prozent seit 2013. Trotz des allgemein eingetrübten Konsumklimas erreichten Fahrradproduktion und -absatz ein hohes Niveau – vergleichbar mit dem Boom während der Coronapandemie.

Die Gesamtstückzahl verkaufter Räder lag 2023 bei 4,0 Millionen. Das ist ein Rückgang um 600.000 Stück im Vergleich zu 2022. Dabei sanken die Verkaufszahlen von Fahrrädern deutlich stärker als die von E-Bikes. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 1,9 Millionen klassische Fahrräder verkauft, 500.000 weniger als 2022. Die Stückzahl verkaufter E-Bikes lag bei 2,1 Millionen (2022: 2,2 Millionen) die damit erstmals höher war als die Zahl der verkauften klassischen Fahrräder. Der durchschnittliche Verkaufswert für Fahrräder und E-Bikes zusammen lag im Jahr 2023 bei ca. 1.788,- Euro, dies entspricht einem Anstieg von rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Verdreifachung der durchschnittlichen Ausgaben pro Fahrrad innerhalb der letzten zehn Jahre. Der zunehmende Anteil der hochwertigen E-Bikes und Lastenräder an der Gesamtzahl der Rad-Verkäufe ziehen die Durchschnittspreise nach oben.

Der Gesamtumsatz mit Fahrrädern und E-Bikes betrug 2023 insgesamt 7,06 Milliarden Euro. 74 Prozent der Umsätze entfällt auf den stationären Fahrradfacheinzelhandel, 22 Prozent auf Internet-Versender. Branchenfremde Anbieter wie SB-Warenhäuser, Discounter und Baumärkte haben einen Marktanteil von 1 Prozent. Der Fachhandel erzielt auch online Umsätze und erreicht damit einen Marktanteil von 3 Prozent.

 

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