Buchhandel

Nach der Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamts gibt es in Deutschland im Einzelhandel mit Büchern 3.395 Betriebe (Stand 2018; Anzahl Steuerpflichtiger ab 17.500 Euro Jahresumsatz, ohne MwSt.) Sie erwirtschafteten einen Nettoumsatz von 3,8 Milliarden Euro.

Nach den zuletzt veröffentlichten Wirtschaftszahlen vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist der Umsatz der buchhändlerischen Betriebe in Deutschland im Jahr 2019 um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insgesamt erwirtschaftete die Buchbranche einen Umsatz von 9,29 Milliarden Euro.

Der Online-Buchhandel entwickelte sich 2019 positiv. Rund 1,86 Milliarden Euro wurden online erwirtschaftet. Der Buchverkauf im Internet wird vom Online-Versandhändler Amazon beherrscht. Nach Schätzungen des Börsenvereins lag 2016/2017 der Umsatzanteil des US-amerikanischen Unternehmens im deutschen Internetbuchhandel zwischen 50 bis 70 Prozent.

Der stationäre Buchhandel verzeichnete ein leichtes Umsatzplus 0,4 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Mit einem Anteil von 46,2 Prozent bleibt der stationäre Buchhandel größter Vertriebsweg für Bücher, gefolgt von den Verlagen im Direktgeschäft mit 21,2 Prozent am Gesamtumsatz der Buchbranche. Drittgrößter Vertriebsweg ist der Online-Buchhandel mit einem Umsatzanteil von 20 Prozent. 

Neue Medien wie E-Books sind für den deutschen Buchhandel ein großes Thema. Der Absatz von E-Books sank im Jahr 2019 von 32,8 Millionen im Jahr 2018 auf auf 32,4 Millionen Exemplare. Der von den Käufern dafür im Schnitt bezahlte Preis stieg allerdings um 13 Cent auf 6,32 Euro. Insgesamt kauften 3,6 Millionen Personen E-Books. 

Seit Jahren gibt es im deutschen Buchhandel eine starke Tendenz zur Konzentration. Rund 10 Prozent der Buchhandlungen machen über zwei Drittel des Umsatzes aus. Zu den bundesweit führenden Anbietern gehören die Buchhandelsunternehmen Thalia (Thalia Holding), Hugendubel sowie Weltbild. Daneben gibt es Universitäts- und Fachbuchhandlungen wie z. B. Schweitzer Fachinformationen und Lehmans Media sowie größere Filialisten auf regionaler Ebene wie Mayersche Buchhandlung, Heymann, Osiander. Etwa 90 Prozent der Buchhandlungen in Deutschland sind kleinere, unabhängige Buchläden.

Der stationäre Buchhandel in Deutschland zählte im Jahr 2019 in Deutschland laut vorläufigen Ergebnissen insgesamt 27.500 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt. Die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge für den Beruf "Buchhändler/in" sind laut DIHK im Jahr 2018 weiter zurückgegangen: Die Anzahl der laufenden  Ausbildungsverträge sank von 2.096 zum Ende 2008 auf 1.142 zum 31. Dezember 2018. 

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Strukturdaten (Jahreserhebung im Handel vom Statistischen Bundesamt)

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Strukturdaten (Börsenverein des Deutschen Buchhandels)

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Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (Jahreserhebung im Handel vom Statistischen Bundesamt)

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Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (Ergebnisse aus dem IfH-Betriebsvergleich)

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Kennzahlen zum Sortimentsbuchhandel

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Umsätze ausgewählter Buchhandelsunternehmen

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