Ausbildungs-Recruiting im Handel 2020

Personal

Die Suche nach Auszubildenden ist angesichts der sich hinziehenden Pandemie eine zusätzliche Herausforderung und hat den Handel zum Umdenken gezwungen. Das neue EHI-Whitepaper Ausbildungs-Recruiting im Handel 2020 zeigt, inwiefern die Pandemie die Prozesse des Ausbildungs-Recruitings im Handel verändert hat und welche Alternativen genutzt werden und ob die Corona-Krise Auswirkungen auf die für das Recruiting genutzten Kanäle hatte.

Der Recruiting-Prozess für Auszubildende hat sich aufgrund der Pandemie bei vielen verändert. Die Hälfte der befragten Händler haben im Zuge der Pandemie ihren Recruiting-Prozess angepasst. Vor allem wurden hier verstärkt auf Prozesse verzichtet, die physische Anwesenheit erfordern, und durch digitale Tools ausgeglichen. 44 Prozent der Teilnehmer führen keine Präsenz-Interviews und setzen mehr auf Social Media Recruiting und Video-Interviews (jeweils 44 Prozent) oder führen Telefon-Interviews (39 Prozent).

Zu den Top-3-Kanälen für das Ausbildungs-Recruiting zählen vor wie während der Pandemie Online-Stellenbörsen und Karrierewebseiten. Vor der Pandemie gehörten für 58 Prozent der Befragten die Karriereseite zu den Top-3 der Kanäle fürs Ausbildungs-Recruiting. Während der Pandemie findet sich kein Unterschied. Die Relevanz der Onlinebörsen hat sich allerdings deutlich verstärkt. Vor der Pandemie gehörten sie für 44 Prozent der befragten Händler zu den relevantesten Ausbildungs-Recruiting-Kanälen. Während der Pandemie zählen 64 Prozent der Händler Onlinebörsen nun zu den Top 3. Auf Rang drei folgen in Vor-Corona-Zeit für 31 Prozent die Ausbildungsmessen, während der Pandemie fielen diese größtenteils aus. Social Media nimmt für 44 Prozent der Personalverantwortlichen stattdessen diesen Rang ein.

Bei den meisten (61 Prozent) hat die Pandemie keine Auswirkungen auf die Anzahl der ausgeschriebenen Ausbildungsstellen. Bei einem Viertel der Befragten ist die Anzahl der angebotenen Stellen allerdings gesunken, bei 14 Prozent ist sie gestiegen. Diese Veränderungen führen 57 Prozent der Betroffenen auf Corona zurück, 43 Prozent glauben aber, dass die Pandemie keinen Einfluss darauf hatte.

Die Anzahl der Bewerbungen pro Ausbildungsstelle hat sich bei einem Viertel der Befragten etwas gesteigert, weitere 3 Prozent sprechen von einer deutlichen Steigerung. Andere Personalverantwortliche verzeichnen allerdings etwas weniger (11 Prozent) oder deutlich weniger (11 Prozent) Bewerbungen als im Vorjahr. Fast die Hälfte (47 Prozent) geben keinen Unterschied zu den Bewerbungszahlen gegenüber dem Vorjahr an.

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