Adidas: Gute Zahlen für 2019

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Die Adidas AG bleibt auch im Geschäftsjahr 2019 auf Wachstumskurs. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach legte am 11. März 2020 seine Zahlen für 2019 ab. Im gesamten Jahr steigerte das Unternehmen trotz zeitweiliger Produktionsengpässen seine Umsatzerlöse weltweit um 8,0 Prozent auf 23,64 Milliarden Euro, dies entspricht währungsbedingt einem Umsatzwachstum von 6,0 Prozent. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg deutlich um 12,0 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro.

Zum robusten Umsatzwachstum des Sportartikelherstellers trug die Marke Adidas mit einem Plus von 7 Prozent zum Vorjahr bei. Die Marke Reebok konnte 2019 wieder wachsen und wies eine Umsatzsteigerung von 2,0 Prozent auf dem Heimatmarkt in Nordamerika aus. Nach Vertriebskanälen betrachtet, beruhte das Wachstum vor allem auf das dynamische Direct-to-Consumer-Geschäft, das 2019 um satte 18,0 Prozent zulegen konnte. Dazu trug E-Commerce mit einem Umsatzanstieg um 34,0 Prozent auf fast 3,0 Milliarden Euro deutlich bei. Das Direct-to-Consumer-Geschäft, einschließlich E-Commerce, machte demnach nun ein Drittel des Gesamtgeschäfts des Unternehmens aus.

In allen Präsenzregionen verzeichnete Adidas gestiegene Umsätze. In der Region Asien-Pazifik erzielte das Unternehmen die höchsten Zuwächse. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 10,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, unter anderem infolge des starken China-Geschäfts mit einem Plus von 15,0 Prozent. Hier profitierte Adidas von wichtigen Marken- und Shopping-Ereignissen wie dem Singles'Day oder dem chinesischen Neujahrsfest. Zweistellige Zuwachsraten verzeichnete der Sportartikler im Segment Emerging Markets (umfasst u. a. Vereinigte Arabische Emirate) (+13,0 Prozent). In Nordamerika erhöhte sich der währungsbereinigte Umsatz um 8,0 Prozent trotz der Produktionsengpässe, die insbesondere in der ersten Jahreshälfte durch einen starken Anstieg der Nachfrage nach Bekleidung im mittleren Preissegment bedingt waren. In Lateinamerika wuchs der währungsbereinigte Umsatz um 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Russland/GUS erhöhte sich der Umsatz um 8,0 Prozent, trotz nicht wiederkehrender Umsätze im Zusammenhang mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Das Europa-Geschäft verzeichnete ein Umsatzplus von 3,0 Prozent zum Vorjahr.

Angesichts der positiven operativen Ergebnisse lenkt Adidas seinen Fokus weiter auf steigende Renditen für seine Anteilseigner. Auf der kommenden Hauptversammlung am 14. Mai soll eine Anhebung der Dividende von 3,35 Euro im Jahr 2018 auf jetzt 3,85 Euro je Aktie bekanntgegeben werden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einer Umsatzsteigerung zwischen 6 und 8 Prozent. „2020 legen wir den Fokus weiterhin auf die Umsetzung unseres strategischen Geschäftsplans ‚Creating the New‘, um diesen erfolgreich abzuschließen. Unser Ziel ist es, zum sechsten Mal in Folge eine Gewinnsteigerung im zweistelligen Bereich zu erzielen“, so der Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted.

Wegen der noch unabsehbaren Folgen der derzeitigen Coronavirus-Pandemie stellte er seine Prognosen aber unter Vorbehalt. Ersten Prognosen zufolge liegt der Umsatz in China im ersten Quartal 800 Millionen bis 1 Milliarde Euro unter den Vorjahreszahlen. Teilweise waren die Geschäfte geschlossen – viele Kunden blieben fern. Seit Anfang März erhole sich das Geschäft in China aber zunehmend. Beschaffungsprobleme gebe es laut Adidas keine.

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