Aktuelle Statistiken zu den Energiekosten im Handel
Händler setzen auf Tageslicht und sparen durch effiziente Leuchtmittel
Händler wollen vor allem in effizientere Beleuchtung investieren, um Energiekosten zu senken. Das geht aus der neuen EHI-Studie
Energiemanagement im Einzelhandel 2011 hervor. Bei 77 Prozent der befragten Handelsunternehmen sind die Energiekosten 2011 gestiegen, ein weiterer Anstieg um über 10 Prozent wird für die nächsten Jahre erwartet.
Intelligent beleuchtet
Die Höhe der Energiekosten ist abhängig von der Branche. Im Nonfood-Handel werden wie im Vorjahr rund
32 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche pro Jahr für Energie aufgebracht, den größten Anteil mit
57 Prozent verursachen die Kosten für Beleuchtung. Die Investitionsbereitschaft für diesen Bereich ist insgesamt beträchtlich.
93 Prozent aller befragten Händler wollen hier weitere Mittel aufwenden, das sind 15 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Als konkrete Maßnahmen zur Energieoptimierung werden hier noch stärker als im Vorjahr der
Einsatz energieeffizienter Leuchtmittel, die Steuerung gemäß tagesaktueller Lichtverhältnisse und die Nutzung von Tageslicht fokussiert.
Kalkuliert kühlenIm Food-Handel fallen über 55 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche pro Jahr für Energie an, wobei die Kühlung mit 45 Prozent der größte Stromverbraucher ist. Die Bereitschaft, in energiesparende Kühlsysteme und Anlagen zu investieren, ist dennoch leicht gesunken, wenn auch mit
70 Prozent der befragten Händler weiterhin sehr viele hier auf Investitionen zur Energieoptimierung setzen (Vorjahr 80 Prozent). Im Mittelpunkt stehen neben neuen Kälteanlagen auch die Kältemittel. Die Untersuchung hat erneut eine Unterteilung in Plus- und Minuskühlung vorgenommen. Demnach entfallen
knapp 42 Prozent der Stromkosten auf die Pluskühlung und 31 Prozent auf die Minuskühlung. Vorrangig haben sich die Händler 2011 für die Kältemittel R404A (Minus- und Pluskühlung) und R134a (Pluskühlung) entschieden.
Nachdem bereits in den letzten Jahren viel in Maßnahmen zur Energieoptimierung investiert wurde, ist die Bereitschaft dazu in diesem Jahr nur im Bereich Beleuchtung eindeutig gestiegen. Insgesamt sind Investitionen auf dem Niveau des Vorjahrs oder sogar etwas darunter geplant. Am wenigsten im Fokus von Energiesparmaßnahmen liegt die Heizung. Lag hier die Investitionsbereitschaft im Jahr 2010 noch bei 48 Prozent der befragten Händler, ist es 2011 mit 24 Prozent nur die Hälfte. Leicht gesunken sind auch die Einsparungserwartungen durch Maßnahmen zur Energieoptimierung. Sie liegen bei aktuell rund 10 Prozent.
Die an der Studie
Energiemanagement im Einzelhandel 2011 beteiligten Unternehmen repräsentieren einen Anteil von rund 37 Prozent des D-A-CH-Einzelhandelsumsatzes. Dem Nonfood-Handel sind dabei 59 Prozent der Befragten, dem Food-Handel 41 Prozent zuzurechnen.