Der
Umsatz im deutschen Do-It-Yourself-Markt im engeren Sinne (nach Definition Bau- und Heimwerkermärkte inkl. angeschlossener Gartencenter, Fachmärkte für Gartenbedarf, Raumausstattung, Leuchten, Fliesen, Sanitärbedarf,
Baustoff- und Bauelementen, Holz und Sägewerkshandel sowie kleinbetrieblicher Fachhandel für Eisenwaren, Raumausstattung, Gartenbedarf und Blumen) lag im Jahr 2010 bei 42,42 Milliarden Euro.
Die 20 größten deutschen DIY-Handelsunternehmen mit ihren in- und ausländischen Märkten erzielten 2010
einen
Bruttoumsatz in Höhe von 28,2 Milliarden Euro auf einer
Gesamtverkaufsfläche von 18,5 Millionen Quadratmetern. Im Durchschnitt wies ein Baumarkt aus der Top 20-Hitliste eine
Flächenleistung von 1.524 Euro pro Quadratmeter und pro Jahr. Zu den Top 5 Baumarktunternehmen in Deutschland gehören
Obi (
Tengelmann-Gruppe), Bauhaus,
Praktiker (inkl. Max Bahr und Extra),
Hornbach sowie Zeus.
Nach Angaben des Dähne-Verlags gibt es zum Ende Dezember 2010 insgesamt
4.444 Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland mit einer Mindestverkaufsfläche von 400 Quadratmetern. Die hochgerechnete
Gesamtverkaufsfläche sämtlicher Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland
wuchs gegenüber dem Vorjahr um 468.000 Quadratmeter Verkaufsfläche um 2,5 Prozent auf 18,847 Millionen Quadratmetern.
Nach der
Gemaba-Baumarkt-Strukturuntersuchung 2011 gibt es zum 01. Januar 2011
im Bundesgebiet 2.390 Baumärkte,
die der Definition (mindestens 1.000 Quadratmeter Innen-VF und breites Sortiment) des BHB-Bundesverbands deutscher Heimwerker-,
Bau- und Gartenfachmärkte, Köln, entsprechen. Diese Märkte verfügen insgesamt über eine
Innen-Verkaufsfläche von rund 12.725.000 Quadratmetern. Freiflächen summieren sich auf insgesamt rund 3.650.000 Quadratmeter, so dass eine Gesamtverkaufsfläche von rund 16.375.000 Quadratmeter vorhanden
ist. In der branchenüblichen Gewichtung des BHB (Innenfläche zu 100 %, überdachte Freifläche zu 50 %, offener Außenbereich zu 25 %, Baustoff-Drive in-Bereich zu 50 %) ergibt sich eine
aggregierte gewichtete Verkaufsfläche von rund 14.045.000 Quadratmetern.
Der "typische" deutsche Baumarkt des Jahres 2011 präsentiert im Innenbereich Bau-und
Heimwerkerbedarf auf 4.180 qm; Gartensortimente belegen 1.140 qm. Dies
entpsricht per Saldo
einer durchschnittlichen Innen-Verkaufsfläche von 5.320 Quadratmetern. Zusätzlich besteht
eine teilüberdachte Freifläche von 1.530 qm, so daß sich eine gewichtete Gesamtverkaufsfläche von 6.850 Quadratmetern
ergibt. Die
gewichtete Verkaufsfläche liegt damit
bei 5.880 Quadratmeter. Im Branchendurchschnitt wird pro Baumarkt ein jährliches Brutto-Umsatzvolumen
von rund 7,6 Millionen Euro abgewickelt. Die Flächenproduktivität der Branche liegt
bei 1.430 Euro je Quadratmeter Innen-Verkaufsfläche bzw. 1.290 Euro je Quadratmeter gewichteter Verkaufsfläche.
Der Umsatz im deutschen Gartenmarkt betrug 2010 zu Endverbrauchpreisen insgesamt 17,8 Milliarden Euro brutto. Davon wurden 11,5 Milliarden Euro mit lebendem Grün und 6,3 Milliarden Euro mit Gartenhardware erwirtschaftet.
Nach Angaben des Dähne-Verlags gibt es zum Ende Dezember 2010 insgesamt 3.938 organisierte Gartencenter im deutschsprachigen Raum. Die meisten Gartencenter sind an Baumärkten angeschlossenen oder gehören Kooperationen an.
Die 20 größten deutschen Unternehmen im Gartenbereich zählten insgesamt 3.293 Gartencenter auf einer Gesamtverkaufsfläche von 6,23 Millionen Quadratmetern. Die durchschnittliche Verkaufsfläche eines Gartencenters lag 2010 bei 1.892 Quadratmetern.
Marktführer im Gartenbereich ist das Baumarktunternehmen Obi mit einem geschätzten Bruttoumsatz von 1,85 Milliarden Euro.