Daten & Fakten zur pharmazeutischen Industrie
Die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie - kurz Pharmaindustrie - entwickeln und produzieren Arzneimittel. Das Statistische Bundesamt zählt die Pharmabranche zur chemischen Industrie.
In der pharmazeutischen Industrie in Deutschland arbeiteten 2008 etwa 106.000
Beschäftigte, mehr als in jedem anderen Land der EU. Rund drei Viertel davon waren in
Betrieben mit unter 100 Mitarbeitern beschäftigt. Der
Export von Arzneimitteln aus Deutschland steigt. Im Jahr 2009 lag der Exportwert bei 47,4 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2003. Auch die
Importe steigen und erreichten 2009 einen Wert von 35,6 Milliarden Euro. Neun Jahre zuvor waren es lediglich 10,4 Milliarden Euro. Der gesamte deutsche
Pharmamarkt verzeichnete 2009 einen Gesamtumsatz von gut 41,3 Milliarden US-Dollar. Der mit Abstand wichtigste
Markt für die Pharmaindustrie weltweit sind die USA. Im Jahr 2009 wurde dort ein Umsatz von über 301 Milliarden Dollar erzielt. Zum Vergleich: In Japan wurde weniger als ein Drittel dieser Summe umgesetzt. Der US-Konzern Pfizer ist mit einem Umsatz von mehr als 45 Milliarden US-Dollar das
größte Pharmaunternehmen der Welt (Stand 2009).
Zu den umsatzstärksten Bereichen der pharmazeutischen Industrie zählt die Onkologie (Krebsbehandlung). In diesem
Therapiebereich wurden 2009 über 52 Milliarden Dollar durch Arzneimittel zur Krebsbekämpfung umgesetzt.