Daten & Fakten zur Zellstoffindustrie
Die Unternehmen der Zellstoffindustrie produzieren und verarbeiten Zellstoff. Zellstoff besteht überwiegend aus Cellulose und ist der wichtigste Rohstoff bei der Herstellung von Papier.
Die Zellstoffindustrie in Deutschland erwirtschaftete zusammen mit der Papierindustrie einen
Umsatz von fast 15 Milliarden Euro in 2008. Im gleichen Jahr wurden mehr als 1,5 Millionen Tonnen
Papierzellstoff produziert. Zellulose wird überwiegend gebleicht gehandelt und findet unter anderem Verwendung bei der Herstellung Papier, Watte, Karton oder in Papiertaschentüchern. In Deutschland wurden 2008 rund 23 Millionen Tonnen
Papier, Karton und Pappe produziert. Zum Vergleich: in den USA wurden knapp 80 Millionen Tonnen hergestellt. Auch bei der
Verbrauchsmenge von Papier, Karton und Pappe liegen die USA mit 266 Kilogramm pro Einwohner vorne (Stand 2008). In Frankreich lag der Pro-Kopf-verbrauch um fast 100 Kilogramm niedriger.
Die Zellstoffindustrie produziert ihren Zellstoff aus Industrierestholz oder Plantagenholz. In Deutschland hat das Nadelholz den höchsten Anteil am
Holzverbrauch der Holzstoff- und Zellstoffindustrie. Der Verbrauch lag 2008 bei mehr als 5,3 Millionen Festmetern.