Daten & Fakten zur Kreislaufwirtschaft
In der Kreislaufwirtschaft werden Abfälle wie etwa Altglas und –Papier oder Plastikverpackungen gesammelt, um daraus Rohstoffe zu gewinnen. Diese können dann erneut zur Produktion von Gütern verwendet werden. Zweck ist eine nachhaltige und ressourcenschonende Produktion.
Rechtliche Grundlage der Kreislaufwirtschaft in Deutschland ist das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Im Rahmen des Dualen Systems werden Verpackungen nach Material getrennt gesammelt und wiederverwertet. 2008 wurde in Deutschland fast die
Hälfte des kommunalen Abfalls recyclet. Laut Bundesverband der Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) arbeiten rund 250.000 Menschen in der Branche. Der jährliche Umsatz liegt bei etwa 50 Milliarden Euro. Deutschland ist weltweit führend in der Kreislaufwirtschaft. Aufgrund der guten Verwertungsinfrastruktur werden sogar Abfälle nach Deutschland eingeführt. 2008 lag die
Importmenge von Abfällen bei fast sieben Millionen Tonnen, 1998 waren es 1,4 Millionen Tonnen. Marktführer bei den
Entsorgungsunternehmen ist die Remondis-Gruppe mit einem Umsatz von 5,6 Milliarden Euro.
Die durch die Kreislaufwirtschaft eingesparten Rohstoffe und Produktionsvorgänge sind auch für das Klima von Bedeutung. Laut BDE verringerte die Kreislaufwirtschaft den jährlichen deutschen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß seit 1995 um 56 Millionen Tonnen.