Daten & Fakten zur Atomindustrie
Zur Atomindustrie können alle Unternehmen gezählt werden, die direkt oder indirekt an der Erzeugung von atomarem Strom beteiligt sind. Dazu zählen etwa Betreiber von Kernkraftwerken, End- oder Zwischenlagern für Atommüll oder Wiederaufbereitungsanlagen. Die Atomindustrie ist Teil der Energiewirtschaft.
Die Atomindustrie liefert in Deutschland etwas weniger als ein Viertel des
produzierten Stroms. In Deutschland betreibt die Branche gegenwärtig 17 Reaktoren.
Die meisten Kernkraftwerke befinden sich mit mehr als 100 in den USA. Grundstoff für die Herstellung von Brennelementen und damit für den Betrieb von Kernkraftwerken ist Uran.
Wichtige Förderländer sind Kanada, Australien und Kasachstan. 2007 wurden dort zusammen knapp 25.000 Tonnen abgebaut.
Die größten Uranreserven befinden sich mit rund drei Megatonnen in den USA (Stand: 2007).
Die Atomindustrie wächst – außer in den europäischen OECD-Ländern – laut Prognose der Energy Information Administration (EIA) weltweit. Für China geht die EIA beispielsweise davon aus, dass die Kernkraftwerke im Reich der Mitte 2030 eine Erzeugungskapazität von 54 Gigawatt haben werden. 2006 waren es noch sieben Gigawatt.
In Deutschland verspürt die Atomindustrie derzeit wieder leichten Aufwind. Seit dem Regierungswechsel im September 2009 steht der von Rot-Grün im Jahr 2000 beschlossene Atomausstieg zur Debatte. Die Bevölkerung ist in dieser Frage gespalten: 48 Prozent befürworten den
Ausstieg bis 2021, 42 Prozent sind für eine Laufzeitverlängerung.