Daten & Fakten zur Erdgaswirtschaft
Zur Erdgaswirtschaft zählen alle Unternehmen, die mit Förderung, Transport und Verwendung von Erdgas beschäftigt sind.
Die Erdgaswirtschaft ist Teil der
Energiewirtschaft. Erdgas ist der drittwichtigste
Energieträger der Welt nach Öl und Kohle. Der weltweite
Verbrauch von Erdgas lag im Jahr 2008 bei über drei Milliarden Kubikmeter. Das sind fast 800 Millionen Kubikmeter mehr als 1998. Den größten
Anteil am Verbrauch haben die USA und Russland. Dort wird auch das meiste Erdgas gefördert: Im Jahr 2007 kam mehr als ein Drittel der
weltweiten Erdgasproduktion aus Russland und den USA.
Die nachgewiesenen globalen Erdgasreserven sind seit 1988 durch Neuentdeckungen um 70 Prozent auf 185 Billionen Kubikmeter gewachsen. 2008 wurden in Deutschland wurden 22 Prozent des
Primärenergiebedarfs und 14 Prozent der
Stromerzeugung durch Erdgas gedeckt.
Hauptabnehmer von Erdgas in Deutschland sind die Industrie und Privathaushalte. Mehr als die Hälfte aller
Neubauten aus dem Jahr 2009 werden mit Erdgas beheizt.
Die größten Erdgaslieferanten Deutschlands, das von Importen abhängig ist, sind mit jeweils rund 30 Prozent Russland und Norwegen. Die heimische
Erdgasproduktion lag 2008 bei 13 Milliarden Kubikmetern. In der deutschen Erdöl- und Erdgasgewinnung gab es im gleichen Jahr knapp 5.500
Beschäftigte.
Die Nutzung von Erdgas durch die Erdgaswirtschaft gilt im Vergleich zu anderen Brennstoffen als relativ klimafreundlich. Die
Kohlenstoffdioxid-Emission pro Kilowattstunde liegt bei durchschnittlich 0,4 Kilogramm, halb so viel wie bei Steinkohle. Erdgas als Kraftstoff für Fahrzeuge spielt in Südamerika eine große Rolle. In Argentinien und Brasilien gab es 2009 zusammen mehr als 3,3 Millionen
Erdgasfahrzeuge.