Daten & Fakten über die private Krankenkasse
In Deutschland gibt es die gesetzliche und die private Krankenkasse. Der Versicherte erhält bei den privatrechtlich organisierten Versicherungen eine Absicherung gegen Kosten, die durch Krankheit, Unfall oder Mutterschaft entstehen können. Die Versicherungsprämie ist einkommensunabhängig und richtet sich nach Geschlecht, Eintrittsalter, Berufsgruppe, tariflicher Leistung und Gesundheitszustand.
Eine private Krankenkasse bietet drei Arten der Krankenversicherung an: die Vollversicherung, die Teilversicherung und die Zusatzversicherung. Im Jahr 2009 waren 8,6 Millionen Deutsche
privat versichert. Das sind etwas mehr als 10 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die
Anzahl der Versicherten mit einer Zusatzversicherung bei einer privaten Krankenkasse lag im Jahr 2009 nach Angaben des Verbandes der privaten Krankenversicherung bei 21.7 Millionen. Zu den größten privaten Krankenversicherungen in Deutschland zählen die DEBEKA, die Deutsche Krankenversicherung AG (DKV) und die Allianz.
Private Krankenkasse und gesetzliche Krankenkasse können unter Einhaltung einer Kündigungsfrist gewechselt werden. Der PKV-Verband ermittelte für das Jahr 2007 insgesamt 233.700
Wechsel von einer gesetzlichen zu einer privaten Krankenkasse. Das Vertrauen in die Leistungen der privaten Kassen ist hoch. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Emnid im Frühjahr 2010 gaben 44 Prozent der Befragten an, dass die PKV insgesamt für eine
bessere Absicherung im Krankheitsfall steht.