Smartphone-Markt

 
Festnetz- & Mobilfunk-Telefonie

Smartphone-Markt in Deutschland

Der deutsche Smartphone-Markt setzt sich aus den Geräteherstellern, Mobilfunkanbietern und den Entwicklern der Betriebssysteme zusammen. Die Vielfältigkeit der Marktakteure im Bereich Hardware für Mobiltelefone ergibt sich aus der Funktionalität eines Smartphones. Weil das Mobilendgerät über viele Computerfunktionen verfügt, kann es auch als kleiner transportabler Computer (PDA) mit Mobiltelefonfunktion verstanden werden. In Deutschland erwirtschafteten die Gerätehersteller im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 5,1 Milliarden Euro mit der privaten Nachfrage nach PDAs und Smartphones.

Die größten Markanteile auf dem deutschen Mobiltelefon-Markt fielen 2011 laut der Allensbacher Computer- und Technik Analyse auf die Gerätehersteller Nokia, Samsung, Motorola und Apple. Seit Aufkommen der Smartphones treten die Betriebssysteme zunehmend in den Vordergrund. Im Dezember 2010 nutzten fast 48 Prozent der deutschen Smartphonebesitzer das Betriebssystem Symbian von Nokia. Im Dezember 2011 wurde Symbian von Googles Android als Marktführer abgelöst. Das Betriebssystem entscheidet über welche Funktionen und Applikationen der Nutzer auf seinem Mobilgerät verfügen kann. Aus diesem Grund entscheiden sich die Kunden immer öfter für ein bestimmtes Betriebssystem anstatt eine Gerätemarke zu bevorzugen. Deswegen bevorzugen Marktforschungsinstitute gegenwärtig zur Berechnung aktueller Trends und Marktanteile auf dem Smartphone-Markt das Betriebssystem als Indikator.
Im Jahr 2011 gelang es dem Betriebssystem Android von Google, erstmals Symbian an der weltweiten Marktspitze abzulösen. Laut den Marktforschern von Gartner verkaufte sich das Google-Produkt im Jahr 2011 auf fast 220  Millionen Smartphones, während sich Mobiltelefone mit Symbian-Betriebssystem nur rund 90 Millionen Mal verkauften.
Laut Experten verwundere der Absturz von Symbian nicht. Das Betriebssystem von Nokia für Mobiltelefone und Smartphones sei im Vergleich zu seinen Konkurrent technisch nicht ausgereift. Damit verpasste Nokia entscheidende Entwicklungen auf dem Mobiltelefonmarkt. Weltweit ist fast jedes dritte verkaufte Gerät auf dem Mobilfunk-Markt ein Smartphone mit hochwertiger Betriebssoftware. Der weltgrößte Handy-Hersteller verbündet sich in  Reaktion auf seine Marktverluste mit dem weltgrößten Software-Unternehmen Microsoft. Nokia werde zukünftig das Betriebssystem Windows Phone 7 als zentrale Smartphone-Plattform annehmen, teilten die Unternehmen im Februar 2011 mit.

Der Smartphone-Markt gehört zu den aufstrebenden Bereichen in der Telekommunikationsbranche. 11,8 Millionen Geräte wurden 2011 nach Angaben des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) in Deutschland verkauft. Der Verband prognostiziert für 2012 einen weiter steigenden Absatz in Höhe von 15,9 Millionen Geräten. Den besonderen Reiz an einem Smartphone machen die zusätzlichen Programme (sogenannte Apps) aus, die vom Anwender individuell mit neuen Funktionen aufgerüstet werden. 34,4 Prozent der deutschen Smartphone-Besitzer nutzen bereits heute bis zu 10 kostenpflichtige Apps auf ihrem Endgerät. Aufgrund der vermehrten Nutzung von Applikationen rechnet die Unternehmensberatung Booz&Company mit einem steigenden Umsatzwachstum für den App-Markt. 2014 soll der weltweite Umsatz mit Apps bei 40,7 Milliarden US-Dollar liegen.

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