Daten & Fakten zur Textilindustrie
Die Textilindustrie ist ein Wirtschaftszweig des produzierenden Gewerbes. Sie fertigt aus natürlichen und künstlichen Fasern Textilien. Die Erzeugnisse der Textilindustrie werden vor allem zu Kleidung, aber auch zu Produkten wie Zelten oder Verbandstoffen, weiterverarbeitet.
Die Textilindustrie zählt zu den ältesten Industriezweigen. In Europa ist ihre wirtschaftliche Bedeutung im Laufe des letzten Jahrhunderts stark zurückgegangen. Der Großteil der weltweit gehandelten Textilien stammt mittlerweile aus Asien. Die
Produktionsmenge von Textilfasern weltweit lag 2008 bei über 67 Millionen Tonnen. Neben der Produktion für die Bekleidungsindustrie ist die Herstellung technischer Textilien ein wichtiger Bereich dieses Industriesektors. Hier werden zum Beispiel Materialien für die Automobilbranche oder den Bereich der Medizintechnik gefertigt. In Deutschland gab es 2007 laut Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V. 875
Textilindustrieunternehmen mit über 80.000 Beschäftigten.
Ein relativ junges Betätigungsfeld der Textilindustrie ist die Herstellung von Biotextilien. 2001 wurde mit Produkten aus Biobaumwolle weltweit ein Umsatz von rund 250 Millionen Euro erzielt. Laut Organic Cotton Report werden 2010
Bio-Baumwollprodukte im Wert von fast sieben Milliarden Euro umgesetzt, davon entfallen 5,3 auf
Biotextilien.