Daten & Fakten zur Agroforstwirtschaft
Agroforstwirtschaft ist eine Verbindung aus Land- und Forstwirtschaft. Mitunter wird die Agroforstwirtschaft als Agrarforstwirtschaft bezeichnet. Als Wirtschaftsbereich wird die Agroforstwirtschaft im Allgemeinen als ein Teilbereich der Landwirtschaft gesehen und primär in tropischen Regionen angewendet. In Europa spielt die Agroforstwirtschaft nur in der Forschung eine gewisse Bedeutung.
Die Kombination der Agroforstwirtschaft besteht vorrangig aus der Verbindung des Anbaus verschiedener sogenannter mehrjähriger Hölzer und des Anbaus sogenannter einjähriger Nutzpflanzen. Zur Gattung der mehrjährigen Hölzer zählen zum Beispiel Fruchtbäume, Palmen oder auch Nutzhölzer. Innerhalb der Agroforstwirtschaft existiert in in manchen Regionen auch die Kombination von Holzanbau, Nutzpflanzenaufzucht und Tierhaltung, was alles innerhalb einer landwirtschaftlichen Fläche stattfindet.
In Spanien gibt es ein spezielles System der Agroforstwirtschaft. Dieses System wird Dehesa genannt, bei dem Korkeichen, Feldbau und Schweinezucht auf einer Fläche vorkommen. Die regionale Ausdehnung dieses agroforstwirtschaftlichen Systems beschränkt sich allerdings auf die Region um die Stadt Extremadura. Besonders häufig wird die Agroforstwirtschaft in Regionen mit natürlichem Regenwaldbestand praktiziert. Der wirtschaftliche Faktor wird von Experten als relativ gering eingeschätzt. Umso höher ist dagegen der Erfolg beim Wiederaufforsten ehemals gerodeter oder brachen Gebieten.