Daten & Fakten zum Thema Radio
Ein Radio ist ein technisches Gerät zum Empfang von Hörfunksendungen. Es gibt unterschiedliche Radioarten. So unterscheidet man zwischen analogen und digitalen Radioempfang. Ebenso gewinnt Internetradio und Streaming zunehmend an Bedeutung.
In Deutschland stieg die Anzahl der Radiosender zwischen den Jahren 1987 und 2010 von 44 auf 355 an (»
Hörfunk: Entwicklung der Anzahl der Radiosender 1987 bis 2010). Dieser Anstieg basiert vor allem auf der Gründung zahlreicher privater Radiosender in den letzten 20 Jahren. Waren es im Jahr 1987 nur insgesamt acht private Radiosender, so lag deren Anzahl im Jahr 2010 bei über 210 (»
Radiosender: Anzahl öffentlich-rechtliche und private). Die Anzahl der öffentlich-rechtlichen Sender liegt seit 1995 relativ konstant bei etwa 60 Sendern.
Der Umsatz der Radiobranche verzeichnete in den letzten Jahren eine steigende Tendenz. Zwischen 2003 und 2009 stieg der jährliche Umsatz von etwa 3,1 Milliarden auf rund 3,4 Milliarden Euro an (»
Umsatzentwicklung vom Radio). Für das Jahr 2014 wird der Gesamtumsatz im Radiomarkt auf über 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Viele Unternehmen nutzen das Radio als Werbemedium. Die
Werbeinvestitionen in Radiowerbung lagen im Jahr 2010 laut Nielsen Media Research bei knapp 1,4 Milliarden Euro. Mehr als zwei Drittel davon entfielen auf private Radiosender.
In Europa gab es im interkontinentalen Vergleich im Jahr 1997 mit rund 1.300 Radiogeräten pro 1.000 Einwohner die meisten Radios weltweit (»
Vergleich - Anzahl der Hörfunkgeräte (Radios) je 1.000 Einwohner). Dahinter folgten Süd- und Nordamerika mit etwa 1.020 Radios auf 1.000 Einwohner und der australische Kontinent mit Ozeanien, wo für 1.000 Einwohner fast 700 Radios zur Verfügung standen. In Asien waren es im Jahr 1997 etwa 270 Geräte und in Afrika knapp 215 Radios auf 1.000 Einwohner.